Studienauftrag Areal Wolf: Neue Wohn- und Arbeitsflächen für Basel.

Die SBB und der Kanton Basel-Stadt gaben 2017 eine Studie in Auftrag, wie das Areal Wolf umgenutzt werden könnte. Nun liegen die Resultate vor. Der neue Stadtteil bietet sich an für eine vielfältige Nutzung mit Wohnen, Logistik, Gewerbe und Büros. Zur Weiterbearbeitung empfohlen sind die Entwürfe von Christ & Gantenbein (Basel) und EM2N (Zürich). Im Hinblick auf die nächste Planungsphase fand am 21. März 2018 ein Workshop mit lokalen Interessengruppen statt.

Die SBB als Grundeigentümerin plant, das Areal Wolf Basel mittelfristig zu einem attraktiven und vielfältigen Wohn- und Arbeitsgebiet umzunutzen. Das Areal verfügt über eine Gesamtgrösse von rund 160 000 Quadratmetern. Neben den bestehenden Logistiknutzungen sollen Büros, Dienstleistungen, Gewerbe und möglichst viele Wohnungen entstehen.

Ob dies machbar ist, liess die SBB, unterstützt durch den Kanton Basel-Stadt, letztes Jahr in einem Studienauftragsverfahren prüfen. Sie beauftragte vier Planungsteams, konkrete Vorschläge zu Städtebau, Nutzungspotenzial und -mix sowie zur verkehrlichen Entwicklung auszuarbeiten:

  • Christ & Gantenbein, Basel (mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitekt, Bern; Rudolf Keller & Partner Verkehrsingenieure AG, Muttenz
  • EM2N | Mathias Müller | Daniel Niggli Architekten AG, Zürich (mit Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, Zürich; ewp AG, Zürich; Cabane Partner – Urbane Strategien und Entwicklung, Basel)
  • Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten AG, Zürich (mit Müller Illien Landschaftsar-chitekten, Zürich; IBV Hüsler AG, Zürich) 
  • HHF Architekten, Basel (mit antón & ghiggi landschaft architektur GmbH, Zürich
  • TEAMverkehr.zug AG, Cham)

Ein Beurteilungsgremium unter Leitung von Professor Harry Gugger von der EPFL (École polytechnique fédérale de Lausanne) wertete die eingereichten Arbeiten aus. Es bestand aus Vertreterinnen und Vertretern von SBB, Kanton Basel-Stadt sowie Fachexperten aus den Bereichen Städtebau, Architektur und Landschaft. Das Gremium kam unter anderem zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • Der neue Stadtteil ist vielfältig nutzbar: Ein hoher Anteil an Wohnen, ergänzt mit Logistik, Gewerbe, Büroflächen sowie publikumsorientierten Nutzungen wie Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Dieses Resultat ist erfreulich, da Basel einen grossen Bedarf an Wohn- und Arbeitsflächen hat.
  • Ausgewählte Bestandesgebäude, insbesondere die historischen Bauten im Zentrum des Areals, können erhalten werden und zur Identität des Quartiers beitragen.
  • Die Logistik soll künftig von den restlichen Nutzungen räumlich getrennt erschlossen werden. Die Erschliessung für den motorisierten Verkehr ist bereits sehr gut. Für den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr ist sie zu verbessern. 

Städtebauliches Konzept und Entwicklungsplan bis Ende 2018.

Das Beurteilungsgremium empfiehlt, für das weitere Vorgehen die beiden Ansätze von Christ & Gantenbein und EM2N zu kombinieren und zu einem städtebaulichen Konzept mit Entwicklungsplan auszuarbeiten. Diese Resultate sollen bis Ende 2018 vorliegen und der Öffentlichkeit dann in einer Ausstellung präsentiert werden.

Interessengruppen und Nachbarquartiere beteiligt.

Am 21. März 2018 präsentierten die SBB und der Kanton die Resultate im Rahmen eines Workshops verschiedenen interessierten lokalen Gruppen. Darunter befanden sich auch Vertreterinnen und Vertreter der angrenzenden Quartiere. Deren Hinweise und Feedbacks werden geprüft und nach Möglichkeit in der nächsten Planungsphase berücksichtigt. Ende 2016 konnten dieselben Interessierten im Rahmen des ersten Workshops bereits lokale Bedürfnisse und Überlegungen für das Studienauftragsverfahren einbringen. 

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