Beschwerde abgewiesen: SBB startet mit Bauarbeiten am Zugersee Mitte 2019.

Aufgrund einer Einsprache hat sich der ursprünglich für Dezember 2016 geplante Baubeginn für die Doppelspur bei Walchwil und den Substanzerhalt auf der Strecke Zug–Arth-Goldau verzögert. Das Bundesgericht hat nun die Beschwerde in letzter Instanz abgewiesen. Die SBB nimmt den Entscheid erfreut zur Kenntnis und startet mit den Bauarbeiten Mitte 2019.

amit auf der Strecke Zürich–Tessin/Milano die gewünschte Kapazität für Fernverkehrszüge vorhanden ist, ohne den Regionalverkehr einzuschränken, baut die SBB bei Walchwil eine 1,7 Kilometer lange Doppelspur. Gleichzeitig saniert die SBB auf der Strecke Zug–Arth-Goldau sieben Tunnel und 49 weitere Infrastrukturprojekte (Unterführungen, Durchlässe, Brücken, etc.). Bereits 2015 erteilte das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Plangenehmigung für dieses Projekt. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht am 10. Januar 2017 ab. Da gegen dieses Urteil anschliessend beim Bundesgericht Beschwerde erhoben wurde, verzögerte sich der Start des Projekts. Jetzt erhielt die SBB grünes Licht und fährt mit der Detailplanung der Bauarbeiten weiter.

Umfangreiches Projekt mit Streckensperre.

Der Bau der neuen Doppelspur ermöglicht mehr Kapazität im Fernverkehr auf der Gotthard-Achse und dass die Züge der S-Bahn-Linie S2 die Haltestelle Walchwil Hörndli künftig nicht nur stündlich, sondern halbstündlich bedienen. Mit den Substanzerhaltungsmassnahmen an Tunnel können künftig auch Doppelstock-Züge zwischen Zug und Arth-Goldau verkehren. Gleichzeitig bekommt der Bahnhof Arth-Goldau erneuerte Gleis- und Perronanlagen. Beim Umbau werden unter anderem die Perrons erhöht, um ein bequemes Ein- und Aussteigen zu erlauben. 

Für die Sanierungsarbeiten Zug–Arth-Goldau und den Bau der Doppelspur bei Walchwil wird die Strecke Mitte 2019 während eineinhalb Jahre (bis Ende 2020) gesperrt. Während der Streckensperre verkehren alle Züge zwischen Zug und Arth-Goldau via Rotkreuz. 

Aufgrund der notwendigen Umleitung verlängert sich die Reisezeit auf der Nord-Süd-Achse während der Sperre um rund 15 Minuten. Die detaillierten Auswirkungen auf den Fahrplan 2019 können unter www.fahrplanentwurf.chLink öffnet in neuem Fenster. eingesehen werden. 

Zwischen Zug Oberwil und Walchwil wird das Busangebot verstärkt. Das Detailkonzept erarbeitet die SBB gemeinsam mit den Kantonen. 

Unter www.sbb.ch/zugersee lassen sich weitere Informationen zum Projekt finden.

Nord-Süd-Achse Gotthard bis Ende 2020 finalisiert.

Mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels ist das Jahrhundertwerk - die Neue Eisenbahn-Alpentransversale NEAT - fertiggestellt. Nach der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnel 2007 und des Gotthard-Basistunnel 2016 lässt die Eröffnung des Ceneri-Basistunnel 2020 die durchgehende Flachbahn auf der europäischen Nord-Süd Achse Realität werden. Bis dahin werden auf den Zulaufstrecken zu den beiden Basistunneln zwischen Basel und Chiasso rund 25 Bauprojekte realisiert. Dazu zählt unter anderem die Erneuerung der Bahninfrastruktur am linken Zugerseeufer und der Bau der Doppelspur Walchwil wie geplant bis zur Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels. Ab Ende 2020 bedeutet dies für den Güterverkehr mehr Kapazität auf dem durchgehenden Korridor mit 4-Meter Eckhöhe. Für die Reisenden im Personenverkehr wird sich die Reisezeit von Zürich nach Mailand auf rund drei Stunden verkürzen.

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