Doppelspur Grellingen–Duggingen soll 2025 in Betrieb gehen.

Die Doppelspur Grellingen–Duggingen soll neu Ende 2025 in Betrieb gehen. Das ist zwei Jahre später als bisher geplant. Grund sind zusätzliche Planungsarbeiten, die nötig sind. Gleichzeitig zeigt sich, dass bis Ende 2025 im Bahnhof Basel SBB die nötigen Kapazitäten fehlen, um den geplanten Fernverkehr-Halbstundentakt Basel–Delémont–Biel/Bienne einzuführen. Grund dafür sind baubedingte Einschränkungen wegen umfangreichen Ausbauarbeiten im und um den Bahnhof Basel SBB.

Ab Ende 2025 sollen die Fernverkehrszüge auf der Linie Basel–Laufen–Delémont–Biel/Bienne im Halbstundentakt verkehren, inklusive einer Verlängerung jedes zweiten Zuges Richtung Lausanne/Genève. Das ist zwei Jahre später als geplant und bedeutet, dass die Fernverkehrszüge der Linie IC 51 bis dann weiterhin im Stundentakt via Delémont zwischen Basel und Biel verkehren. Den neu angestrebten Termin zur Inbetriebnahme hat die SBB Anfang Jahr mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV) und den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn abgestimmt.

Grosse planerische Herausforderungen für Bau unter Betrieb.

Grund für den späteren Termin ist, dass die Planungsarbeiten für die Doppelspur wegen noch offener Punkte nicht termingerecht abgeschlossen werden können. Die grossen planerischen Herausforderungen sind dabei das Gelände, die sehr engen Platzverhältnisse, insbesondere entlang der Birs, und der kurvenreiche, einspurige Streckenverlauf. Diese Punkte erschweren ein sicheres, effizientes Bauen unter laufendem Bahnbetrieb. So haben die vertieften Abklärungen bestätigt, dass für den Bau eine rund fünfmonatige Totalsperre nötig sein wird. Hier will die SBB prüfen, wie sie die Sperre optimal nutzen kann, um möglichst viele Arbeiten in diesem Zeitfenster auszuführen. Ziel der Optimierung ist, die Gesamtdauer von Lärm und Einschränkungen über die ganze rund dreijährige Bauzeit zu reduzieren, gegebenenfalls auch mit Anpassungen bei den baulichen Massnahmen. Zudem wird die SBB in Abstimmung mit den betroffenen Kantonen ein möglichst kundenfreundliches Ersatzangebot für die Reisenden erarbeiten. 

Baubedingte Kapazitätsengpässe im Knoten Basel.

Gleichzeitig zeigt der neueste Stand der Bau- und Fahrplanplanung, dass im Bahnknoten Basel bis 2025 nicht genügend Kapazitäten bestehen, um die zusätzlichen Fernverkehrszüge stabil einzubinden. Dies, weil dann der Bahnknoten Basel und die Strecke Basel–Olten eine Grossbaustelle sein werden (siehe unten). Die Pünktlichkeit der Züge auf den Zulaufstrecken nach Basel wäre für die Kundinnen und Kunden nicht befriedigend. Verspätungen würden sich auch auf andere Züge übertragen und zusätzliche S-Bahnen während den Stosszeiten müssten ausfallen. Verspätete ICE aus Deutschland müssten in Basel Badischer Bahnhof wenden.

Planungsdossier Doppelspurausbau soll Anfang 2021 vorliegen.

Ziel von BAV, SBB und Kantonen ist es, die offenen Punkte des Doppelspurausbaus vertieft zu klären. Anfang 2021 soll ein ausgereiftes Bauprojekt vorliegen. Dieses Planungsdossier soll sodann das Plangenehmigungsverfahren gemäss Eisenbahngesetz durchlaufen, inklusive öffentlicher Auflage in den betroffenen Gemeinden. Frühester Baustart ist somit gemäss aktuellem Stand Anfang 2023, frühester Termin zur Inbetriebnahme Ende 2025.

Doppelspur Grellingen–Duggingen.

Das 100-Millionen-Franken-Projekt Doppelspur Grellingen–Duggingen schafft im Laufental die nötigen Voraussetzungen für die zusätzliche schnelle Verbindung Basel–Laufen–Delémont–Biel/Bienne. Die Kantone Basel-Landschaft und Jura haben 2015 mit BAV und SBB eine Vereinbarung getroffen, dieses Projekt so voranzutreiben, dass es rasch umgesetzt werden kann, sobald es Teil des rechtkräftigen Bahnausbauschritts 2035 ist. Diesen Ausbauschritt hat das Parlament am 21. Juni 2019 genehmigt, inklusive Doppelspur Grellingen–Duggingen. Mit der Rechtskraft des Ausbauschritts 2035 per 1. Januar 2020 ist nun die Finanzierung der Umsetzung mit Bundesgeldern gesichert und das BAV hat Anfang Jahr die Rolle als Auftraggeberin übernommen. Für die Planung und Projektierung kamen zuvor die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn als Auftraggeber auf.

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Grossbaustelle Bahnknoten Basel.

Zwischen 2023 und 2025 sollen im Bahnhof Basel SBB die beiden Projekte Leistungssteigerung Basel SBB (zusätzlicher Perron mit zwei Zugkanten für 130 Millionen Franken) und provisorische Passerelle (50 Millionen Franken) umgesetzt werden. Diese Bauarbeiten schränken die Kapazität des Bahnhofs Basel SBB vorübergehend ein. Gleichzeitig werden in der Zufahrt zum Bahnhof Basel SBB unter anderem die beiden Grossprojekte Vierspurausbau/Wendegleis Liestal (380 Millionen Franken) und Entflechtung Basel–Muttenz (300 Millionen Franken) im Bau sein. Dazu kommen diverse Instandhaltungsprojekte, insbesondere die Grundinstandsetzung des Hauenstein-Basistunnels von 2023 bis 2027.

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