Engel reinigt man sanft.

Sonntagabend 23 Uhr im Zürich Hauptbahnhof: Soeben hat das Restaurant «Federal» in der Haupthalle zugesperrt. Auf diesen Augenblick haben Valon Hasimi und Christian Maczek vom Team periodischen Reinigung des SBB Facility Managements gewartet. Heute Nacht reinigen die beiden den nebenan in gut elf Metern Höhe «schwebenden» Schutzengel, welchen jeder Pendler in Zürich kennt.

Mit Hebebühne und Kompressor.

Schon steuert Hasimi einen grossen Skyworker heran und dirigiert dessen Hebebühne hinauf zum farbigen Engel mit den goldenen Flügeln. Rund 1,2 Tonnen schwer ist das von der amerikanischen Malerin und Bildhauerin Niki de St. Phalle angefertigt Kunstwerk. Als erstes wird es mit Druckluft entstaubt. Dabei knöpfen sich Hasimi und Maczek zunächst die höher gelegene Rückseite des Engels und danach die Vorderseite vor.

Wasserfarben erfordern Trockenreinigung.

Anschliessend greifen beide zu Staubwedeln und reinigen damit die Oberfläche. Der Engel ist mit Wasserfarben bemalt, dies macht die vorsichtige Reinigung notwendig. Da die Tauben in der Bahnhofshalle nichts von der sensiblen Hülle wissen, sei im Deckenbereich darüber vor einiger Zeit ein Sperrgitter angebracht worden, erzählt Hasimi.

Team für Spezial-Aufträge.

Nach zirka 3,5 Stunden ist die Reinigung abgeschlossen. Der Engel strahlt in frischem Glanz. Alle 4-5 Wochen wiederholt das periodische Team die Prozedur. Neben der Reinigung des Bahnhofs gehören auch Spezial-Aufträge wie Graffiti-Entfernung zu den Aufgaben der gut 6-köpfigen Truppe.

Valon Hasimi vom Facility Management des Zürich Hauptbahnhofs

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