Meilensteine seit 2007.

  • 2008 wurde Immobilien zur eigenständigen Division der SBB. Die SBB ist zu wichtiger Arealentwicklerin geworden, mit hohem Anteil preisgünstiger Wohnungen. SBB Immobilien ist heute Ertragspfeiler, trägt mit Ausgleichszahlungen zur Infrastruktur und Pensionskasse bei und entlastet so die Steuerzahler. 
  • 2008 kam es im Industriewerk Bellinzona (IW) nach Ankündigung von Sanierungsmassnahmen zu einem einmonatigen Streik. In Zusammenarbeit mit dem Kanton Tessin und Bellinzona ist es 2018/2019 gelungen, die Zukunft des Werkes zu sichern: In Arbedo-Castione wird 2026 das modernste, effizienteste und leistungsstärkste Werk Europas für Rollmaterialunterhalt starten. 
  • 2008 startete die SBB das grösste Flottenerneuerungsprogramm mit Ost-West (FVDosto, Modernisierung der einstöckigen Flotte, der IC2000 und Regio Dosto), Nord-Süd (Giruno) sowie im Regionalverkehr (Regio Dosto). Die Beschaffungen zielten darauf ab, die Züge zu standardisieren und die Flottentypen zu reduzieren. Der Fernverkehrs-Dosto, die grösste Beschaffung der SBB, verzögerte sich stark und die Einführung ist eine «Zangengeburt».
  • 2009 hat der Netzaudit erstmals Klarheit über den Zustand der Bahninfrastruktur geschaffen. Die SBB hat Massnahmen zur Reduktion des Nachholbedarfs eingeleitet, die Politik hat mit dem Bahninfrastrukturfonds die nachhaltige Finanzierung sichergestellt.
  • 2010, 2014 und 2018 wurde jeweils ein neuer Gesamtarbeitsvertrag GAV ausgehandelt. Dabei ist es gelungen, gute Sozialleistungen und den Kündigungsschutz für Mitarbeitende zu erhalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen mit Lebensarbeitszeit den heutigen Arbeitsmarkt-Anforderungen anzupassen.
  •  2011 ist es gelungen, die Pensionskasse zu sanieren. Der Bund leistete gut 1,1 Mia. Franken an die Sanierung; diese forderte auch Versicherte und SBB stark. Danach und weiterhin stehen Stabilisierungsmassnahmen aufgrund der demographischen Entwicklung im Fokus.
  • Seit 2012 unterstützt die SBB mit dem grössten Energiesparprogramm der Schweiz die Energiestrategie 2050 des Bundes. Heute fährt die SBB zu 90 Prozent mit Strom aus Wasserkraft, bis 2025 zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie.
  • 2013 schrieb SBB Cargo erstmals seit mehr als 40 Jahren wieder schwarze Zahlen. Mit der Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft 2019 und der kürzlich erfolgten Partnerschaft im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung sind die Weichen für die Zukunft gestellt.
  • Ende Juli 2013 kam es in Granges-Marnand zu einer Frontalkollision. Ein Lokführer starb. Weitere schwere Unfälle ereigneten sich im Februar 2015 in Rafz, als es zu einer Streifkollision kam, und im April 2015 in Daillens, als ein Güterzug mit Gefahrengut entgleiste, oder am 4. August 2019, als bei einem tragischen Unfall ein Chef Kundenbegleiter ums Leben kam. Sie haben die SBB emotional stark bewegt; die Sicherheit wurde weiter verbessert.
  • Zwischen 2013 und 2018 entwickelt die SBB 11 regionale Gesamtperspektiven von Basel bis Tessin und Genf bis Ostschweiz: Kantone, Städte und Gemeinde formulierten mit der SBB Arbeitsprogramme für eine langfristige Mobilitäts- und Arealentwicklungen.
  • 2014 konnte die SBB in Zürich, im grössten Bahnhof der Schweiz, den ersten Teil der Durchmesserlinie mit einem neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse in Betrieb nehmen, 2015 den zweiten Teil – nach acht Jahren Bauzeit. Die Durchmesserlinie ist ein Generationenprojekt und eines der grössten Bauwerke im Bahnsystem Schweiz.
  • 2014 stimmten Volk (62% Ja-Anteil) und Stände (alle bis auf den Kanton Schwyz) auf Verfassungsstufe einem unbefristeten Bahninfrastrukturfonds (FABI) zu. Damit kann die Bahn in der Schweiz ihren Unterhalt stabil finanzieren und den Ausbau des Netzes sicherstellen unter dem Motto «Unterhalt vor Ausbau».
  • 2015 hat die SBB den digitalen Graben im Unternehmen geschlossen. Alle Mitarbeitenden wurden mit Smartphones oder Tablets ausgerüstet. Die Kosten betrugen rund 10 Mio. Franken. Dank digitaler Anbindung können Mitarbeitende papierlos und schneller erreicht werden, Arbeitsprozesse werden vereinfacht.
  • 2016 verabschiedete die SBB erstmals eine übergreifende Unternehmensvision, die 2019 weiterentwickelt wurde – «Bahn im Griff und Zukunft gestalten – einfach, persönlich, vernetzt». Auch wurde die «SBB Strategie 2020» formuliert, mit dem Dreiklang «Starke Eisenbahn», «Vertrauenswürdiger Mobilitätsdienstleister», «Attraktiver Entwicklungspartner ». Vision und Strategie sind Teil der kulturellen Transformation, die 2009 mit der Formulierung von neun Konzernzielen begann und zu der auch die SBB Werte, das SBB Leitbild und die SBB Erfolgsformel gehören.
  • 2016 wurde der Gotthard-Basistunnel als Herzstück der neuen Alpentransversale NEAT in Betrieb genommen; er ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt und verkörpert Schweizer Werte wie Innovation,  Präzision und Zuverlässigkeit. 
  • 2016 wurde «RailFit 20/30» lanciert. Das Effizienzprogramm gibt der SBB Handlungsspielräume, um Preise stabil zu halten und mit Sparbilletten zu senken, um den Kostendeckungsgrad für Besteller Bund und Kantone zu erhöhen sowie um Investitionen in Sicherheit, Qualität und Innovationen zu tätigen. Bis 2020 werden Kosten um 1,2 Mia. Franken gesenkt.
  • 2018 hat das eidgenössische Parlament der «Organisation der Bahninfrastruktur» (OBI) zugestimmt und damit bestätigt, dass die integrierte Bahn das Erfolgsmodell für die Schweiz ist.
  • Am 21. August 2019 haben SBB und BLS haben eine Zusammenarbeit innerhalb der integralen Fernverkehrskonzession SBB beschlossen, die für weitere zehn Jahre bestehen bleibt. Die BLS fährt ab Dezember 2019 eigenverantwortlich Bern–Biel, weitere zwei Linien ab Ende 2020. Auch im Fernverkehr ist damit das Kooperations- und Mehrbahnenmodell in der «S-Bahn-Schweiz» gesichert.
  • Am 30. August 2019 präsentiert die SBB die Partnerin für die SBB Cargo AG: Das Logistikkonsortium Swiss Combi AG übernimmt 35 Prozent, Zustimmung der Wettbewerbsbehörden vorausgesetzt. Die Partnerschaft stärkt die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene in der Schweiz.
  • Ende 2019 wird der Léman Express seinen Betrieb als grösste grenzüberschreitende SBahn in Europa aufnehmen und das Angebot in der Region verdoppeln.
  • 2020 wird mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels die NEAT vollendet; die SBahn zwischen Lugano, Locarno und Bellinzona wird verwirklicht.
  • Die Digitalisierung der Bahn wurde in den vergangenen Jahren vorangetrieben. Der Bahnverkehr wird heute von vier Zentralen aus gesteuert. Die SBB Mobile App ist eine der meistgenutzten Apps der Schweiz. Weitere Digitalisierungsprojekte sind: SwissPass (Chipkarte, die neben öV-Abo auch Zugang zu Partnerdiensten wie Skipässen erlaubt), Warn-App (unterstützt Lokpersonal bei der Abfahrt im Bahnhof und erhöht damit Sicherheit), SmartRail 4.0 (Innovationsprogramm der Schweizer Bahnbranche, um die Sicherheit und Kapazität zu erhöhen).

Angebot, Pünktlichkeit, Leistungen öffentliche Hand

Seit 2007 wurde das Angebot der SBB deutlich gesteigert, die Pünktlichkeit wurden verbessert. Die Zahl der Personenkilometer stieg seit 2007 um fast einen Viertel von gut 15’000 auf 18'600 Millionen im 2018, die Kundenpünktlichkeit von 86,6 Prozent im 2008 auf 90,1 Prozent im 2018, die Produktivität im Unterhalt zwischen 2007 und 2018 um 12 Prozent. Die erfolgswirksamen Leistungen der öffentlichen Hand für Betrieb und Unterhalt der Infrastruktur und den Regionalverkehr stiegen von 1,98 Mia. Franken im 2006 auf 2,72 Mia. 2018.

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