Yvette Michel ist eine witzige Figur.

Yvette Michel ist die Werbebotschafterin der digitalen Kanäle der SBB: Sie erklärt in Fernsehspots, wie die neue App SBB Mobile funktioniert. Verkörpert wird die Figur von der Schauspielerin Maja Stolle.

«Wenn ich ein Zugbillett löse, haue ich dir immer eins auf die Nase!’, meinte die neunjährige Tochter einer Freundin neulich zu mir», erzählt Maja Stolle. Die 72-jährige Zürcher Schauspielerin spielt Yvette Michel, eine kecke alte Dame, die sich mit neuer Technologie bestens auskennt. In Werbespots erklärt sie, was die neue App SBB Mobile alles kann: etwa mit wenigen Klicks Billette für den öffentlichen Verkehr kaufen oder sekundenschnell Fahrplanauskünfte einholen. Die Rolle erhielt sie, weil sie sich in einem Casting durchsetzte, zu dem sie eingeladen worden war. Danach überlegte sie allerdings kurz, ob sie sie auch annehmen wollte: «Ich trete nur selten in Werbekampagnen auf. Doch Yvette Michel ist eine witzige Figur, die den Jungen zeigt, wie die digitale Welt funktioniert. Das Konzept gefällt mir, und ich sagte zu.» Seither ist Maja Stolle in Werbespots im Fernsehen, auf Plakatwänden und eben auch auf dem Bildschirm der SBBBillettautomaten zu sehen: Wer ein Billett lösen will, muss zuerst auf ihr Bild klicken.

Erste Kampagne vor über 60 Jahren

Die Tochter der Freundin ist nicht die einzige, die Maja Stolle als Yvette Michel erkennt.

«Einmal kam ein Mann an einer Tramhaltestelle mit ausgestrecktem Zeigefinger auf mich zu und sagte, Sie sind die vom Billettautomaten. Ich konterte, Billette gäbe es bei mir aber keine.» Selbst während der Dreharbeiten hat sie schon Reaktionen erhalten. «Eine Gruppe Jugendlicher beobachtete uns beim Filmen in einem Café im Zürcher Hauptbahnhof. Sie hielten immer wieder die Daumen hoch – das waren ganz viele ‚Likes’», sagt Maja Stolle.

Publicity im Zusammenhang mit der SBB hat sie schon vor langer Zeit einmal erfahren: Als sieben- oder achtjähriges Mädchen war sie von einem Fotografen für die Kampagne «Gesunde Kinder durch Schweizer Ferien» abgelichtet worden. Das Porträt zierte damals die Titelseite des SBB Kundenmagazins, das in den Zügen auflag. Züge, die bis nach Rom fuhren: «Bekannte meiner Eltern waren überrascht, als sie dort einstiegen und mein Bild entdeckten», erzählt Maja Stolle.

Die Rolle der Yvette Michel passt zur unkonventionellen Schauspielerin. Mitte 30 hatte sie ihr damaliges Engagement an einem Basler Theater beendet, um fortan freiberuflich zu arbeiten. Sie ging nicht etwa, weil ihr die Arbeit dort nicht gefallen hätte. Im Gegenteil: «Ich hatte einen guten Vertrag, und alles stimmte. Aber ich sagte mir: Das kann doch noch nicht alles sein. Meine Kollegen meinten, ich sei verrückt geworden», erzählt Maja Stolle. Der Sprung in die Selbstständigkeit war zwar riskant, doch die Engagements liessen nicht auf sich warten. Maja Stolle trat auf Theaterbühnen im In- und Ausland auf, wurde Schauspiel-Dozentin, und bald klopfte auch das Schweizer Fernsehen an. Es verfilmte das Theaterstück «Sennentuntschi» des Schweizer Schriftstellers Hansjörg Schneider, und Maja Stolle übernahm die Titelrolle. Der Rest ist Geschichte: Als die TV-Produktion 1981 ausgestrahlt wurde, empörte sich die halbe Deutschschweiz über die deftige Sprache.

«Mein Beruf ist mein Hobby»

Derzeit ist sie wieder in einer Titelrolle zu sehen: Maja Stolle spielt am Theater St. Gallen das Fräulein Stark in der gleichnamigen Novelle des Schweizer Schriftstellers Thomas Hürlimann. Die Strecke von ihrem Wohnort Zürich nach St. Gallen legt sie mit dem Zug zurück, da sie mittlerweile kein Auto mehr besitzt. Die Hinfahrt nutzt sie, um sich auf die Aufführung vorzubereiten, auf der Rückfahrt lässt sie sie nochmals Revue passieren – am liebsten bei einem Glas Wein im Speisewagen. Ihr nächstes Bühnen-Engagement steht schon vor der Tür. Mehr will sie dazu nicht verraten, da es noch nicht spruchreif sei. Ans Aufhören denkt Maja Stolle jedenfalls nicht: «Mein Beruf ist mein Hobby.»

Yvettes Tipps zur App SBB Mobile.

  • Startseite personalisieren: Die Reihenfolge der Lieblingsorte bestimmen und mit eigenen Fotos hinterlegen.
  • Rascher zum Billett: Für Billette bis 40 Franken muss das Passwort nicht mehr eingegeben werden.
  • Verbundsbillette: Dank GPS-Lokalisierung wird die nächstgelegene Haltestelle auf der Startseite angezeigt.
  • Reisebegleiter: Die Reisebegleiter-Funktion informiert unterwegs und weckt Sie sogar, wenn es Zeit zum Umsteigen ist.
  • Mitreisende: Daten für weitere Mitreisende in der App abspeichern.

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