Fernverkehr SBB. Das ganze Netz für die ganze Schweiz.

Auf Initiative und dank Vermittlung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und dem Berner Regierungsrat Christoph Neuhaus haben sich die SBB und die BLS beim Fernverkehr auf eine einvernehmliche Lösung verständigt: Damit bleibt die Fernverkehrskonzession für die nächsten zehn Jahre integral bei der SBB.

Mit der Einigung vom August 2019 endet der Wettbewerb um die Vergabe der Fernverkehrskonzession zwischen der SBB und der BLS.

  • Unter der integralen Fernverkehrskonzession der SBB betreibt die BLS die Linie Bern–Biel (Beginn Dezember 2019) und die Linie Bern–Burgdorf–Olten (Beginn Dezember 2020).
  • Die BLS führt zudem die Linien Bern–Neuenburg und Neuenburg–La Chaux-de-Fonds im Stundentakt im Fernverkehr (Beginn Dezember 2020).
  • Im Rahmen der geplanten besseren Anbindung von La Chaux-de-Fonds an die Westschweizer Städte geht die Linie Neuenburg–La Chaux-de-Fonds mittelfristig an die SBB über.

Die BLS betreibt die Linien in voller Eigenverantwortung mit eigenem Rollmaterial und eigenem Zugspersonal.

Die wichtigsten Argumente für eine integrale Fernverkehrskonzession bei der SBB.

  • Ein schweizweiter Fernverkehr bei der SBB schafft den grössten Mehrwert: Für sämtliche Kunden des öffentlichen Verkehrs, die Kantone und den Bund, sei dies bei der Planung, im Regelbetrieb oder beim Management von Störungen und Grossanlässen.
  • Die SBB hat eine klare Vision und einen konkreten Plan für die Zukunft des Fernverkehrs. Bei jedem Entwicklungsschritt werden die zentralen Planungsprämissen Angebot, Rollmaterial, Infrastruktur, Finanzierung und Bahnhöfe/Immobilien optimal aufeinander abgestimmt.

Ein übergreifender Fernverkehr bei der SBB

  • bildet das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz, 
  • gibt als Taktgeber Impulse an das gesamte ÖV-System der Schweiz,
  • verbindet die Schweiz und ihre Regionen – sowie die Schweiz mit dem Ausland, 
  • gleicht rentable und unrentable Linien aus und ermöglicht dadurch ein schweizweites Netz, 
  • ermöglicht einen optimalen, schweizweiten Betrieb und schafft Synergien, 
  • entlastet Bund und Kantone um jährlich bis zu 30 Millionen Franken.