Bauprojekt.

Der bestehende zweispurige Bözbergtunnel ist nicht 4-Meter-tauglich, deshalb wird parallel dazu eine neue 2,7 Kilometer lange Doppelspur-Röhre gebaut. Der alte Tunnel wird künftig als Dienst- und Rettungsstollen genutzt. Fünf Notausgänge führen über Querverbindungen vom neuen zum alten Tunnel.

Das nördliche Portal des neuen Bözbergtunnels liegt bei Effingen – das südliche bei Schinznach-Dorf. Der Hauptvortrieb des Tunnels ist 2017 mit einer Tunnelbohrmaschine ab dem Installationsplatz Schinznach- Dorf am Südportal nach Effingen zum Nordportal erfolgt. Diese Tunnelbohrmaschine hat einen Durchmesser von 12,36 Meter und hat sich pro Tag etwa 22 Meter vorgearbeiten. Das Tunnelausbruchmaterial ist über ein Förderband auf die Zwischendeponie Elbis transportiert worden. Ab Frühjahr 2018 wird der Tunnelausbruch dann mittels Bahnverlad ab dem Südportal in Schinznach zum Steinbruch Oberegg in Auenstein transportiert und dort deponiert.

Ausführung und Kosten.

Die Arbeiten für den neuen Bözbergtunnel laufen seit Herbst 2015.  Der maschinelle Vortrieb mit der Tunnelbohrmaschine hat im Frühling 2017 gestartet und ist Ende 2017 fertig. Zeitlich versetzt erfolgt der Ausbruch der fünf Querverbindungen, ebenfalls in bergmännischer Bauweise. Die beiden Tunnelportale werden im Tagbau 2018 erstellt. Im Anschluss folgt die Fertigstellung des Rohbaus und der Einbau der Bahntechnik mit Deckenstromschiene und einer Festen Fahrbahn. Die ersten Züge werden ab Ende 2020 fahrplanmässig durch den neuen Bözbergtunnel fahren. Bis 2022 wird dann der alte Tunnel zu einem Dienst-und Rettungsstollen umgebaut.

Für den Bau des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard- Achse genehmigte das Parlament 2013 einen Kredit von 710 Millionen Franken. Davon entfallen 350 Millionen Franken auf den Neubau des Bözbergtunnels.

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