Die Visitenkarten auf der neuen Nord-Süd-Achse Gotthard.

Ein Weltmeistertunnel verdient angemessene Haltestellen und Bahnhöfe. Deshalb überprüft die SBB den Zustand der Bahnhöfe auf der Nord-Süd-Achse und bring diese wo nötig auf Vordermann.

Als leuchtendes Beispiel sticht hier der Bahnhof Bellinzona hervor. Die Entwicklung des historischen Bahnhofgebäudes und -areals stand in direktem Zusammenhang mit dem Bau der Gotthardbahn in den Jahren 1874 bis 1882. Der Bahnknoten Bellinzona ist für die Region von tragender Bedeutung: Über 13 000 Reisende passieren ihn täglich auf dem Weg zu Arbeit, Freizeit oder Ausbildungsort. Mit den Inbetriebnahmen des Gotthard-Basistunnels 2016 und des Ceneri-Basistunnels 2019 wird die Anzahl Reisende im Bahnhof inskünftig auf geschätzte 25 000 Personen ansteigen.

Dem trägt die SBB Rechnung: Seit Juli 2014 wird der Bahnhof Bellinzona umfassend modernisiert und erweitert. Das Bahnhofsareal wird aufgewertet und belebt. Es entsteht Raum für Handel und Gastronomie sowie neue Büro- und Dienstleistungsflächen an bester Lage. Die neue lichtdurchflutete Eingangshalle verbindet als zentraler Ausgangspunkt verschiedene Kommerzflächen, das neue SBB Reisezentrum und die Gastronomieangebote. Die SBB investiert rund 36 Millionen Franken, um den Bahnhof Bellinzona zu erweitern und zu modernisieren.

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten laufen auf Hochtouren, damit der neue Bahnhof Bellinzona die Reisenden rechtzeitig auf die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 als symbolisches «Tor ins Tessin» empfangen kann.

Bahnhof Lugano bereits in neuem Glanz.

Seine Aufwertung bereits erfahren hat der Bahnhof der bevölkerungsstärksten Tessiner Stadt – Lugano. In den knapp dreijährigen Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten hat der Bahnhof Lugano für rund 19 Millionen Franken beispielsweise ein neues einladendes SBB Reisezentrum erhalten. In den neuen Büroräumlichkeiten hat unter anderem ein Ärztezentrum Quartier bezogen. Noch in Gang sind die Arbeiten des Gemeinschaftsprojekts «Atrio» der Stadt Lugano, des Kantons Tessin und der SBB. In dessen Rahmen werden ein neuer Bahnzugang, eine neue Standseilbahn und ein erweitertes Einkaufsangebot realisiert, um den heutigen Ansprüchen der Reisenden gerecht zu werden.

Doch auch die kleineren Bahnhöfe entlang der Nord–Süd-Achse gehen nicht vergessen: So werden im Norden beispielsweise Mägenwil, Othmarsingen und Wohlen umgebaut. Im Süden bekommen die Bahnhöfe Bodio und Lavorgo einen frischen Anstrich. Mögliche Massnahmen an weiteren Bahnhöfen werden geprüft.

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