Die Stromversorgung auf der Gotthard-Achse.

Die zuverlässige Stromversorgung ist Voraussetzung für einen störungsfreien Bahnbetrieb auf der Nord-Süd-Achse Gotthard.

Der maximale Leistungsbedarf auf der Gotthard-Bergstrecke liegt heute bei 50 MW. Mit der Inbetriebnahme des neuen Gotthardtunnels und später des Ceneri-Basistunnels wird dieser Bedarf zunehmen – auf bis zu 80 MW im Regelbetrieb. Im Personenverkehr steigt der Energieverbrauch aufgrund höherer Geschwindigkeiten und des Luftwiderstands im Tunnel um rund 20 Prozent. Im Güterverkehr hingegen reduziert die Flachbahn den Energieverbrauch um 33 Prozent, da auf mechanisches Bremsen verzichtet werden kann.

Das Betriebskonzept sieht nach Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels zwei Personen- und sechs Güterzüge pro Stunde und Richtung vor. Die Anlagen der Bahnstromversorgungen müssen jedoch weit höher dimensioniert werden. Es gilt, auch für betriebliche Sondersituationen jederzeit genügend Leistung bereit zu stellen. Beispielsweise können nach längeren Streckenunterbrüchen Gütertransporte im Dreiminutentakt nachgeholt werden. Dies führt zu einem erheblich höheren Leistungsbedarf von bis zu 160 MW.

Um diesen Mehrbedarf an elektrischer Leistung zu decken, werden Kraftwerke, Übertragungsleitungen und Unterwerke entlang der Nord-Süd-Achse Gotthard ausgebaut oder neu erstellt. Zu den wichtigsten Projekten gehören der Ausbau der Kraftwerke Amsteg und Ritom sowie der Neubau der Unterwerke Faido, Pollegio und Vezia. Um die Unterwerke entlang der Gotthardachse zuverlässig zu versorgen, werden auch die Übertragungsleitungen ausgebaut.

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