FAQ.

Fragen und Antworten zu Bauprojekt Entflechtung Wylerfeld.

Wird es während der Bauarbeiten zu mehr Lärmemissionen kommen?

Eine Grossbaustelle verursacht unvermeidlich Emissionen. Bei den Bauarbeiten muss deshalb mit vermehrten Lärmemissionen gerechnet werden. Zur Begrenzung des Lärms während der Bauphase ist die Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)  vom 24. März 2006 massgebend (Baulärm-Richtlinie). Mit verschiedenen Massnahmen werden Belastungen – soweit dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist – reduziert und den Anforderungen der Baulärm-Richtlinie Rechnung getragen. Die Umsetzung der Massnahmen wird zudem durch eine Umweltbaubegleitung überwacht.

Wird es nach der Fertigstellung der Entflechtung Wylerfeld zu mehr Lärm kommen?

Nein. Einerseits verursacht verbessertes Rollmaterial weniger Lärm. Andererseits werden die Seitenwände der Tunnelportale auf einer Länge von 40 m schallabsorbierend ausgekleidet. Allfällige Reflexionen ins Immissionsgebiet werden dadurch verhindert.

Wird die bestehende Lärmschutzmauer von 1m Höhe vor dem Bau erhöht?

Nein, die bestehende Lärmschutzmauer muss nicht erhöht werden. Die Lärmsanierung bzw. die entsprechenden Massnahmen wurden bereits früher in einem Plangenehmigungsverfahren bewilligt und umgesetzt. Für den Bau der Entflechtung Wylerfeld liegt keine wesentliche Änderung einer bestehenden ortsfesten  Anlage gemäss  Art. 8  der Lärmschutzverordnung vor: Dank verbessertem Rollmaterial liegen die zu erwartenden Lärmemissionen durch den Bahnverkehr deutlich tiefer.

Gibt es während der Bauzeit andere zusätzliche Emissionen wie z. B. Staub?

Bauen ohne zusätzliche Emissionen geht leider nicht. Neben zusätzlichen Lärmimmissionen muss während der Bauzeit auch mit Staub und mit Abgasen gerechnet werden. Wir werden uns bemühen, diese Belastungen – so weit möglich und wirtschaftlich tragbar – zu reduzieren. Die einschlägigen Vorschriften werden dabei stets eingehalten.

Warum müssen die beiden Brücken Scheibenstrasse und Stauffacherstrasse abgebrochen werden?

Die beiden Brücken Scheibenstrasse und Stauffacherstrasse werden nacheinander abgebrochen und neu gebaut, da die Spannweite wegen dem Platzbedarf der Entflechtung zu gering ist. Die bestehende Brücke Scheibenstrasse ist nicht breit genug für die neue Gleisinfrastruktur: Das Gleisfeld wird aufgefächert und darum breiter. Die Brücke Stauffacherstrasse hat mehrere Stützen. Bei der Umverlegung der Gleise wären diese Stützen im Weg.

Wo kann die Bahnlinie überquert werden, wenn die beiden Brücken Stauffacherstrasse und Scheibenstrasse abgebrochen werden?

Die Bahnlinie kann jederzeit überquert werden, weil die beiden Brücken nacheinander abgebrochen und wieder neu erstellt werden. So ist immer mindestens eine der beiden Brücken nutzbar. Zuerst wird die Brücke Scheibenstrasse und anschliessend die Brücke Stauffacherstrasse erneuert. Das Verkehrsregime ist jeweils mit der Stadt Bern abgesprochen. Die betroffenen Anwohner werden detailliert und rechtzeitig über die jeweilige Verkehrsführung orientiert werden.

Fährt der Bus ins Quartier dann noch?

Zusammen mit der Stadt Bern wurde ein Logistikkonzept erarbeitet. Dieses wird in den weiteren Projektphasen verfeinert. Die Führung der Buslinien ist Sache der Busbetriebe Bern Mobil. Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner werden durch die Stadt Bern wahrgenommen. Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden detailliert und rechtzeitig über die jeweilige Führung der Busse orientiert werden.

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