Zürcher S-Bahn 4. Teilergänzungen.

Mehr S-Bahnen, mehr Sitzplätze und schnellere Verbindungen – das ist das Ziel der 4. Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn.

Rund die Hälfte aller Pendlerinnen und Pendler reisen mit dem öffentlichen Verkehr in der Region Zürich. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sind laufend Angebots- und Infrastrukturerweiterungen notwendig.

Täglich fahren beispielsweise über 100 000 Personen mit der S-Bahn zwischen Winterthur und Zürich – Tendenz steigend. Der Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich verändert sich und wächst. Durch die Zusammenarbeit des ZVV, der Nachbarkantone und der SBB profitieren die Kunden von neuen S-Bahnlinien. Zudem sollen bestehende Linien verlängert und häufiger betrieben werden, sodass den Pendlerinnen und Pendlern in den Hauptverkehrszeiten mehr Sitzplätze zur Verfügung stehen. Dies hat Einflüsse auf das bestehende Netz – Linien werden neu verknüpft und teilweise anders geführt.

Verschiedene Faktoren beeinflussen die Realisierung der 4. Teilergänzungen. Politische Entscheide, die Freigabe finanzieller Mittel und die Verfügbarkeit von neuem Rollmaterial. Schliesslich steht das Gesamtprojekt in engem Zusammenhang mit den drei Grossprojekten Durchmesserlinie Zürich, Europäisches Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV-Anschluss) und ZEB (Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur).

Die ersten Etappen der 4. Teilergänzungen sind inzwischen abgeschlossen. Seit dem Fahrplanwechsel 2015 profitieren die Kunden von folgenden Angebotsverbesserungen:

  • Wehntal / Unterland: Neue halbstündliche Direktverbindungen nach Zürich. Perronverlängerungen an sechs Bahnhöfen im Wehntal für längere Züge mit mehr Sitzplätzen.
  • Regensdorf: Zusätzliche Züge in der Hauptverkehrszeit.
  • Limmattal: Zusätzliche S-Bahn-Linie. Neues Wendegleis im Rangierbahnhof Limmattal, verbesserte Zugänge am Bahnhof Altstetten und zusätzliche Weichenverbindungen beim Hauptbahnhof Zürich.
  • Knonauer Amt: Verbesserter Zugang beim Bahnhof Knonau.
  • Linkes Ufer-March-Glarnerland-Zug
    Neue stündliche Direktverbindung zwischen Zürich und Linthal. Kürzere Fahrzeiten vom linken Seeufer via Durchmesserlinie nach Zürich Nord und eine neue durchgehende Verbindung von Zug bis Winterthur (Thayngen).
  • Oberland: Zusätzliche S-Bahn-Linie nach Effretikon (in den Hauptverkehrszeiten bis Pfäffikon ZH). Neue Aussenperrons mit barrierefreien Zugängen an den Bahnhöfen Illnau und Pfäffikon ZH. 
  • Marthalen: Neuer Bahnhof mit längeren Perrons für längere Züge mit mehr Sitzplätzen.

Bis Ende 2018 wird die dritte und letzte Etappe der 4. Teilergänzungen beendet. Dann bekommen auch das rechte Zürichseeufer sowie die Region Winterthur bessere Verbindungen.