Erschütterungen.

Vibrationen sind im Bahnverkehr unvermeidbar. Die SBB setzt jedoch alles daran, sie mit modernen Technologien und kostengünstigen Massnahmen zu minimieren.

Metallräder auf Schienen erzeugen nicht nur Lärm, sondern auch Vibrationen, die sich über den Boden, Gebäudefundamente und Mauern ausbreiten und auch auf Wohnräume übertragen. Anwohner nehmen diese Vibrationen als Erschütterungen wahr oder hören ein unangenehmes dumpfes Brummen. Mit den bisherigen zur Verfügung stehenden Massnahmen würde eine flächendeckende Sanierung Kosten in Milliardenhöhe verursachen.

Im Rahmen eines internen Projekts erprobte die SBB weiche Schwellenbesohlungen bei Weichen mit erstem positivem Erfolg bei höheren Frequenzen. Die Massnahme soll in zukünftigen Projekten auf Robustheit in der Wirkung überprüft werden.

Die SBB ist Partner in einem internationalen Projekt zur Verbesserung von Weichen, wo es darum geht die tieffrequenten Erschütterungen und den Lärm zu reduzieren. Projektende ist Dezember 2021. Langfristig soll das ganze Netz kostengünstig saniert werden.

Schwellenbesohlung.

Eine vielversprechende Massnahme ist die sogenannte Schwellenbesohlung, welche die SBB seit Oktober 2011 auf einer stark befahrenen Strecke am Jura-Südfuss getestet hat. Allerdings zeigte diese Massnahme nicht nur hier, sondern auch in anderen Fällen eine deutliche Lärmzunahme. Es sind vom BAFU diverse Anstrengungen im Gang, den Lärm im Oberbau zu reduzieren. Es besteht die Hoffnung, dass eine Lösung auch die deutliche Lärmzunahme bei Schwellenbesohlungen eliminiert. Die Schwellenbesohlung ist im Vergleich zur herkömmlichen Unterschottermatte wesentlich günstiger.