Flora.

Das dichte Schienennetz der SBB wird auf vielen hundert Kilometern von wertvollen Böschungen, Waldrändern, Hecken und Einzelbäumen gesäumt. Dieses ökologische Netzwerk entlang einer stark genutzten Verkehrsinfrastruktur bietet Lebensräume für viele häufige und seltene Pflanzen.

Die SBB bewirtschaftet Böschungen und Gehölzflächen entlang des Schienennetzes regelmässig, um einen sicheren und möglichst störungsfreien Bahnverkehr zu gewährleisten. Dazu gehört das Zurückschneiden der angrenzenden Gehölze, das regelmässige Mähen der Böschungen wie auch das Entfernen invasiver Gewächse. Der Unterhalt dieser Flächen ist eine Daueraufgabe, von der auch die Natur profitiert. So sind durch die wiederkehrende Pflege gestufte Waldränder und Saumstrukturen entstanden: Wertvolle, extensive Lebensräume mit hohem Pflanzenreichtum – und das auf einer Länge von rund 3000 Kilometern. Insgesamt betreut die SBB rund 4500 Hektaren Gehölzflächen und 2700 Hektaren Böschungen.

Die SBB legt grossen Wert darauf, diese Flächen möglichst extensiv zu bewirtschaften – dabei gilt es auch, Problempflanzen in Schach zu halten, ohne die Artenvielfalt zu beeinträchtigen. Der teils hohe ökologische Wert der Eisenbahnböschungen zeigt sich auch im Vorkommen seltener Pflanzen wie Orchideen.

 

Helm-Orchis.

Die seltene Helm-Orchis – auch Helm-Knabenkraut genannt – wächst und gedeiht an einzelnen Böschungsabschnitten entlang des Bahnnetzes. «Böschungen sind wichtige Standorte für seltene Pflanzen, da dieser Fleck Land keiner landwirtschaftlichen Nutzung unterliegt und nicht gedüngt wird», sagt Marianne Gmünder, Fachspezialistin Natur. «Das wirkt sich auf magerstandortliebende Pflanzen wie die Helm-Orchis positiv aus.»

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