Wasser.

Wasser ist für die SBB in vielerlei Hinsicht wichtig.

Einerseits benötigen wir Frischwasser zur Zugsreinigung und zum Betanken der Toiletten in den Zügen. Ausserdem stellen wir unseren Kundinnen und Kunden in den Bahnhöfen Trinkwasser zur Verfügung und sichern gleichzeitig die Versorgung mit Löschwasser. Andererseits schützen wir die Seen, Flüsse und Trinkwasserfassungen, die entlang unserer Gleise liegen, vor einer Verschmutzung durch den Bahnbetrieb.

Die SBB besitzt 564 Kilometer Frischwasser- und 453 Kilometer Abwasserleitungen in den Bahnhofsarealen. Sie betreibt damit ein Netz in der Grösse einer Schweizer Grossstadt. Diese Leitungen versorgen Bahnhöfe und Reinigungs- sowie Werkstätten mit Trinkwasser. Andererseits wird Abwasser sowie Regenwasser abgeführt.

Um Gewässer entlang des Streckennetzes zu schützen, trifft die SBB bei der Entwässerung und der Wahl von chemischen Stoffen genaue Abklärungen. Da Trinkwasser in der Schweiz überwiegend aus Grundwasser gewonnen wird, bedeutet dies für die SBB eine besondere Verantwortung, denn ihr Schienennetz führt häufig durch Einzugsgebiete von Grundwasserfassungen, wo besondere Vorschriften für Bau und Unterhalt gelten. Die wichtigen Fassungen werden durch eine Abdichtung der Gleise langfristig geschützt.

Zum Schutz der Gewässer, der Anwohner entlang von Bahnlinien und der eigenen Mitarbeitenden im Unterhalt hat die Bahn sämtliche Regelzüge mit Vakuumtoiletten und Abwassertanks ausgerüstet.

Vakuumtoiletten.

Früher gelangten die Abwasser und Fäkalien der offenen Toiletten in den Zügen direkt auf das Gleis. Mittlerweile sind von den insgesamt 2716 Toiletten rund 90 Prozent mit einem Bioreaktor oder einem Fäkalientank ausgestattet. Seit Ende 2016 sind nur noch rund 180 Wagen mit Plumpsklos im gelegentlichen Einsatz, etwa für den Zusatzverkehr an wenigen Tagen im Jahr. Die umweltfreundlichen Bioreaktoren brauchen pro Spülung nur rund 5 Deziliter Wasser, im Haushalt sind es 9 bis 12 Liter.