Mess- und Diagnosetechnik: Ein sicheres Schienennetz dank modernster Messtechnik.
Das steigende Verkehrsaufkommen stellt hohe Anforderungen an das schweizerische Schienennetz. Die SBB Mess- und Diagnosetechnik erhebt mit industriellen Mess- und Inspektionssystemen den Zustand der Bahninfrastruktur. Damit bieten wir unseren Kunden die Grundlage für eine hohe Sicherheit und Verfügbarkeit ihrer Anlagen.
Ein Team von rund 80 Mitarbeitenden bei der SBB Mess- und Diagnosetechnik (MUD) sorgt tagtäglich für die maschinelle Zustandsdatenerfassung mit modernsten industriellen Produktionsmitteln wie Messfahrzeugen, Ultraschallprüfzügen und OnBoard Monitoring Systemen. Neben diesen industriellen Systemen kommen punktuell spezifische Systeme zur erweiterten Zustandsüberwachung wie Ultraschall-Schienenprüfgeräte, Lichtraumprofilmessgeräte oder Messsysteme in Weichen zur Anwendung. Dies ermöglicht pünktliches und sicheres Reisen auf dem Schweizer Streckennetz. Die erhobenen Zustandsdaten leisten einen massgeblichen Beitrag zur Qualität und zur effizienten Bewirtschaftung unserer Infrastrukturanlagen.
Die SBB Mess- und Diagnosetechnik erbringt ihre Leistungen beginnend von der Planung von Messungen sowie Messfahrten, bis hin zur Bereitstellung der digital erfassten Zustandsdaten und -informationen für die nachgelagerten Prozesse in der Wertschöpfungskette.
MUD plant und führt seine Leistungen im Bereich Fahrweg durch und gewährleistet mit den Messfahrzeugen eine kontinuierliche und systematische Ermittlung des Zustands der Infrastrukturanlagen.
Durch die eine zerstörungsfreie Prüfung mittels Ultraschall- und Wirbelstromprüfung sind wir in der Lage, Schienenfehler frühzeitig zu erkennen sowie nach Schweregrad zu klassifizieren. Im Bereich von Weichen kommen Weichenanalyse-Systeme zur Anwendung, um den Lifecycle von hochbelasteten Weichbauteilen zu optimieren. Die Einhaltung des Lichtraumprofils wird mittels laserbasierter Systeme anhand der Distanzen und Freiräume der Infrastrukturanlagen überprüft. Mittels fahrtechnischer Untersuchungen garantieren wir die Aufnahme, Analyse und Beurteilung des fahrdynamischen Verhaltens als Folge der Interaktion zwischen Rad und Schiene von Schienenfahrzeugen. Die Ergebnisse der Messfahrten werden in der SwissTAMP Datenbank zur Verfügung gestellt oder per E-Mail versendet.
Mit den eingesetzten Diagnosefahrzeugen können unter anderem folgende Messwerte erfasst werden:
- Gleisgeometriemessung mit Spurweite, Richtung, Überhöhung, Verwindung, Längshöhe.
- Schienenprofilmessung, sofern Vergleichsschienenprofile auf dem Messfahrzeug hinterlegt sind. Aktuell sind dies die Profile UIC60-E1, UIC54-E2 und UIC46-E1.
- Fahrdrahtmessung mit Höhe, Zickzack, Neigung und Restdicke sowie der Kontaktkraft.
- Fahrleitungs- und Umgebungsvideo.
Voraussetzungen.
- Die Messfahrten sind nur auf dem Normalspurnetz (1435mm) möglich.
- Das Streckennetz (Linien, Gleisstränge und 10m Punkte) muss in der Datenbank für feste Anlagen (DfA) dokumentiert sein (LINK DfA)
Ihre Vorteile.
- Frühzeitige und systematische Erkennung von Schienenfehlern, Verletzungen des Lichtraumprofils und anderen Unregelmässigkeiten auf dem Gleisnetz.
- Digitale Datenerfassung zur Planung von Instandhaltungsarbeiten.
- Datenspeicherung und -vorhaltung bis 10 Jahre.
- Mehr Sicherheit und Pünktlichkeit auf dem Bahnnetz und höhere Effizienz bei der Instandhaltung.