Erfahren Sie mehr über Emissionen bei Bauarbeiten, ihre Auswirkungen und weshalb der Weg bis zum neuen Angebot für Bahnen, Reisende und Anwohnende steinig ist – sowie was die SBB zum Schutz von Mensch und Umwelt unternimmt.
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Die SBB unterhält eines der meistbefahrenen Bahnnetze der Welt. Was so intensiv genutzt wird, muss auch gepflegt werden, damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich ans Ziel kommen. Zudem baut die SBB das Netz kundenorientiert und wirtschaftlich aus. Es soll auch in Zukunft die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden decken.
Bund und Parlament haben umfangreiche Infrastrukturausbauten beschlossen, die SBB setzt diese im Auftrag und mit Geldern des Bundes um. Ausserdem gehört das Schweizer Bahnnetz zu den meistbefahrenen der Welt und muss laufend unterhalten und ausgebaut werden, damit es sicher, pünktlich und leistungsfähig bleibt. Ziel ist ein zuverlässiges Angebot für Reisende und Güterverkehr, das auch in Zukunft die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden erfüllt.
Bahnhöfe:
Die SBB baut bestehende Bahnhöfe um oder aus (beispielsweise zusätzliche Unterführungen und Bahnhofzugänge) oder renoviert sie.
Die SBB passt Bahnhöfe an das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) an, in dem sie zum Beispiel Perrons erhöht, Rampen oder Lifte erstellt.
Auf der Strecke:
Die SBB erneuert oder ersetzt Schienen, Weichen, Schotter oder Fahrleitungen.
Sie baut und unterhält Entflechtungsbauwerke wie Tunnel oder Brücken, damit sich Züge auf verschiedenen Niveaus kreuzen können.
Für Anwohnende:
Lärm und Erschütterungen durch Bauarbeiten, teilweise auch in der Nacht.
Baustellenverkehr und zeitweise geänderte Wege rund um Bahnhöfe oder Bahnübergänge.
Die Baulogistik, also der An- und Abtransport von Material und Maschinen, kann zu Einschränkungen führen. Nicht alle Transporte sind via Schiene möglich. Zudem sind für die Logistik baustellennahe Installationsplätze unabdingbar, um Material und Maschinen zu lagern. Dies kann Parkplatz- und Abstellflächen betreffen.
Für Reisende:
Umleitungen, längere Wege, Lärm, weniger Platz am Bahnhof.
Änderungen im Fahrplan, längere Reisezeiten, Umleitungen oder Ersatzbusse während intensiven Bauphasen.
Damit Bauarbeiten an den Gleisen sicher sind, müssen Gleise gesperrt und die Fahrleitungen ausgeschaltet werden. Züge auf den Nachbargleisen fahren dann langsamer. Dadurch können weniger Züge fahren und es kommt zu Änderungen im Fahrplan.
Die SBB plant solche Arbeiten wenn möglich in ruhigen Zeiten, zum Beispiel nachts, an Wochenenden oder in den Schulferien. So sollen Reisende und der Güterverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden.
Die Planung ist schwierig, weil viele Arbeiten zusammenkommen: neue Bauprojekte, Unterhalt der Gleise und Weichen sowie Bauarbeiten von Dritten, etwa an Strassen oder Gebäuden nahe der Bahn. Alle diese Arbeiten brauchen Sperren und müssen gut aufeinander abgestimmt werden – auch über Regionen und Länder hinweg.
Detaillierte, auf Ihre Reisepläne zugeschnittene Informationen finden Sie wie immer im Online-Fahrplan auf sbb.chLink öffnet in neuem Fenster. oder in der SBB Mobile App.
Wie baut die SBB, dass die Züge trotzdem fahren können?
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Bauarbeiten am Tag sind meist schneller und günstiger. Die SBB arbeitet in der Nacht nur, wenn es aus Sicherheitsgründen nötig ist. Zum Beispiel, wenn die Baustelle sehr nah an den fahrenden Zügen oder an der Fahrleitung liegt. In der Nacht fahren weniger Züge, deshalb sind die Auswirkungen für Reisende kleiner.
Auch Wochenenden sind gut für Gleissperren. Dann gibt es weniger Pendlerverkehr am Morgen und am Abend. Der Freizeitverkehr verteilt sich besser über den Tag. So kann die SBB Ersatzangebote einfacher planen. Auch im Güterverkehr fahren am Wochenende weniger Züge.
Vor allem bei grösseren Bauprojekten wird im Rahmen der Ausführung eine Umweltbaubegleitung eingesetzt. Diese betreut und überwacht, dass während dem Bau die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der Umwelt und die im Projekt vorgesehenen Umweltschutzmassnahmen eingehalten und fachgerecht umgesetzt werden.
Lärm.
Trotz Massnahmen bei der Planung und Projektierung, der Ausführung sowie dem Verhalten, können bei Bauarbeiten nicht sämtliche Lärmemissionen vermieden werden. Die SBB ist sich bewusst, dass dies für die Anwohnerinnen und Anwohner störend sein kann. Sie ist bestrebt, lärmintensive Arbeiten möglichst am Tag und somit nicht in Zeiten mit erhöhtem Ruhebedürfnis durchzuführen und sie hält sich an die Baulärm-Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt. Dazu gehören folgende Massnahmen:
Die Baumaschinen halten die Schallleistungspegel ein.
Die Maschinen entsprechen dem neusten Stand der Technik.
Bautransporte finden in der Regel tagsüber statt.
Die SBB stellt eine Anlaufstelle für Fragen rund um die Bautätigkeit sicher.
Die Massnahmen werden durch eine Umweltbaubegleitung überwacht.
Die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner werden, wenn immer möglich, vorgängig informiert.
Mit zahlreichen Auflagen und Massnahmen stellen Behörden und SBB sicher, dass der Lastwagenverkehr weder die anderen Verkehrsteilnehmenden noch die Quartierbevölkerung unnötig belastet. Dazu gehören unter anderem:
die Beschränkung des Verkehrs (Anzahl Lastwagen pro Stunde)
Vorgabe der Transportrouten und -zeiten
Festlegung der An-/Abfahrtsrouten (zusammen mit Ämtern und Behörden)
Nutzung von Autobahnen und Hauptstrassen und möglichst keine Quartierstrassen
Erschütterungen.
Bei erschütterungsintensiven Baustellen werden vor Baubeginn Rissprotokolle an den exportierten Liegenschaften erstellt. Besteht das Risiko, dass durch erschütterungsintensive Arbeiten Schäden nicht ausgeschlossen werden können oder es sich um sehr erschütterungsempfindliche Liegenschaften handelt, werden Messungen zwecks Gebäudeüberwachung vorgenommen. Es kann somit bei Überschreitung von definierten Grenzwerten reagiert und Massnahmen ergriffen werden, bevor Schäden entstehen. Analog dem Baulärm werden Arbeiten, die Erschütterungen verursachen könnten, den betroffenen Anwohnern frühzeitig mitgeteilt.
Luftreinhaltung.
Auf der Baustelle (Baumaschinen, Transporte innerhalb Baustelle): Es gilt die Baurichtlinie Luft des Bundesamtes für Umwelt. Mit verschiedenen Massnahmen wie Fahrtenreduktion durch Wiederverwertung von Materialien und Kontrollen bei mechanischen, thermischen oder chemischen Arbeitsprozessen, Anforderungen an Geräte und Maschinen sowie Ausschreibung und Bauausführung, hält die SBB diese Emissionen so tief wie möglich.
Ausserhalb der Baustelle (Bautransporte): Der Schadstoff-Ausstoss während der Bauphase wird durch den Lastwagenverkehr, beziehungsweise anhand dessen Kilometerleistung auf dem öffentlichen Strassennetz bestimmt. Das Ausnutzen von Ladevolumen, kurzen Transportrouten sowie Abgasnormen (LKW) gemäss dem neuesten Stand der Technik bilden die wichtigsten Massnahmen zu dessen Reduktion.