Ersatz Birsbrücken in Münchenstein.
Die SBB erneuerte in Münchenstein von April 2024 bis Dezember 2025 die beiden Bahnbrücken über die Birs.
Sie wurden abgebrochen und durch zwei neue Stahlfachwerkbrücken ersetzt.
Die beiden alten einspurigen Birsbrücken waren Teil der Bahnlinie Basel–Laufen–Delémont. Die nebeneinander liegenden, genieteten Stahlfachwerkbrücken befanden sich wenige hundert Meter nördlich des Bahnhof Münchenstein. Sie überquerten dort schiefwinklig die Birs mit einer Spannweite von 46 respektive 51 Metern und einer Gesamtbreite von je rund 5,5 Metern. Die in Fliessrichtung Birs gesehen untere Brücke wurde 1892 erstellt, ein Jahr nach dem tragischen Einsturz ihrer Vorgängerin. Die in Fliessrichtung obere Brücke wurde 17 Jahre später, im Jahr 1909 in Betrieb genommen. Beide Brücken wurden nach Vorgabe des Kantons Basel-Landschaft als schützenswert eingeschätzt.
Trotz steten Unterhaltsarbeiten nagte der Zahn der Zeit an den Brücken. Aufgrund des steigenden Verkehrs sowie des baulichen Zustandes der Stahlkonstruktionen war darum ein Ersatz der Tragwerke unumgänglich. So lauteten die Erkenntnisse aus einer Tragwerksbeurteilung und der periodisch durchgeführten Bauwerksinspektionen. Die nötigen baulichen Massnahmen führte die SBB mit dem Projekt «Ersatz Birsbrücken in Münchenstein» aus.
Weitere Informationen zum Einsturz der Birsbrücke am 14. Juni 1891 finden Sie im Blogbeitrag des Schweizerischen Nationalmuseums hier
Ziele Brückenersatz.
Erstes Ziel des Projekts war, dass die Züge die Birsquerung für mindestens weitere 100 Jahre sicher und zuverlässig nutzen können. Zweites Ziel des Projekts war eine Gestaltung, die Bezug auf die vorherigen, historischen Brücken nimmt. Diese waren als schützenswert eingestuft. Das Projektteam entwickelte darum zusammen mit der SBB internen Denkmalpflege sowie der Denkmalpflege des Kantons Basel-Landschaft ein Konzept, bei welchem wieder zwei neue Stahlbrücken erstellt werden, jedoch in neuer und moderner Gestaltung.
Inhalt des Brückenprojekts.
Die beiden alten Birsbrücken wurden durch zwei neue Stahlfachwerkbrücken in moderner Gestaltung ersetzt. Wie bereits bei den alten Brücken haben die neuen Brücken ebenfalls ein obenliegendes Tragwerk, welches beidseitig aus massiven Stahlfachwerken besteht. Diese sind aus einem Band von acht aneinandergereihten Dreiecken aufgebaut. Verbunden sind die beiden Fachwerkträger jeweils über den Betonschottertrog der jeweiligen Brücke. Im Gegensatz zu früher sind die vertikalen Fachwerke bei den neuen Brücken oben nicht mehr horizontal verbunden. Damit können Konflikte mit der Fahrleitung vermieden werden.
Die neuen Brücken sind rund 52 Meter lang und überspannen die Birs mit einer Spannweite von knapp 50 Metern. Aus Hochwasserschutzgründen durfte das Durchflussprofil des Flusses nicht verringert werden. Die beiden Stahlfachwerkbrücken liegen beidseits auf massiven Betonbauteilen, den sogenannten Widerlagern. Diese sind teilweise noch älter als die Stahlfachwerke. Sie wurden daher durch neu erstellte, Flussparallele Bauwerke ersetzt. Dies begünstigt im Hochwasserfall das Abfliessen der Wassermassen.
Gleiserneuerung.
Im Rahmen des Projekts erneuerte die SBB beidseits der beiden Brücken die Gleise, je Richtung und Gleis rund 200 Meter Gleis. Das ergibt ein Ersatz von Schienen, Schwellen und Schotter auf einer Länge von total rund 800 Metern. Dabei ersetzte die SBB die heutigen Holzschwellen durch Betonschwellen.
Der Bauablauf in Kürze.
Es blieb während der ganzen Bauzeit immer eine Brücke für den Bahnbetrieb offen. Das Bauteam ersetzte zuerst die in Fliessrichtung Birs obere Brücke, danach die untere Brücke. Die neue Brücke wurde jeweils auf dem Installationsplatz vormontiert und der Korrosionsschutz aufgetragen. Danach hob ein rund 1000 Tonnen schwerer Raupenkran die Brücken ein und aus. Dafür kam er insgesamt drei Mal auf dem Hauptinstallationsplatz bei der Birs zum Einsatz. Sobald die jeweilige Brücke ausgehoben war, brach das Bauteam die alten Betonwiderlager ab und baute sie neu. Widerlager sind stabile Bauwerke am Ende einer Brücke, die die Brücke tragen. Bei jeder der beiden Brücken erneuerte die SBB zudem im Rahmen des Projekts beidseits rund 200 Meter Gleis, also total rund 800 Meter an Schienen, Schwellen und Schotter.
Die obere Brücke nahm die SBB Anfang Mai 2024 ausser Betrieb. Mitte Juni 2024 kam der grosse Raupenkran sodann zum ersten Mal zum Einsatz: Er hob zuerst das Stahlfachwerk der neuen Brücke auf eine Verschubbahn flussaufwärts und hob dann die bestehende Brücke aus. Im Dezember 2024 verschob das Bauteam die neue Brücke über die Verschubbahn auf die neu errichteten Widerlager. Mitte Februar 2025 ging die neue Brücke in Betrieb. Zeitgleich nahm die SBB die bestehende untere Brücke ausser Betrieb. Ende Februar 2025 hob der Kran sie bei seinem zweiten Einsatz aus. Seinen dritten und letzten Einsatz hatte er am 5. August 2025 zwischen 0 und 4.30 Uhr: In dieser Nacht setzte er die neue Brücke gleich direkt auf die neuen Widerlager. Mitte Dezember 2025 ging schliesslich auch die neue untere Brücke in Betrieb.
Bilder zum Bauablauf finden Sie auf dieser Webseite im Klapptext «Die Arbeiten im Bild.».Der Bauablauf und die Termine im Detail.
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Wann |
Was |
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Ende März 2023 |
Rodungsarbeiten |
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Mitte August bis Ende September 2023 |
Erstellung von insgesamt zwei Installationsplätzen (Hauptinstallationsplatz und Umschlagplatz Bruckfeld) |
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Ende September 2023 bis Mitte April 2024 |
- Unterbruch der meisten Arbeiten aufgrund nicht bewilligungsfähiger Projektänderung. Geplante Abstützung für Kraneinsatz hätte Grundwasserfluss zu stark eingeschränkt. - Überarbeitung Projektänderung und Einreichung an Bewilligungsbehörde im Dezember 2024. Abstützungspfähle für Kran werden neu im Grundwasserbereich wieder ausgebaut. - Eingang Bewilligung für Projektänderung im März 2024. |
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Ende September 2023 bis Januar 2024 |
Vormontage und Beschichtung Stahlfachwerk neue obere Brücke auf Hauptinstallationsplatz |
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Mitte April 2024 bis Mitte Februar 2025 |
- Wiederaufnahme aller Arbeiten - Vorbereitung Hauptinstallationsplatz für 1000-Tonnen-Raupenkran - Erstellung temporäre Aufschüttungen und Baupisten - Erstellung Verbschubbahnen beidseits der Birs - Ausserbetriebnahme obere Brücke: Demontage Fahrleitung und Rückbau Gleis beidseits der Brücke auf einer Länge von 200 Metern je Richtung - Aufbau 1000-Tonnen-Raupenkran auf Hauptinstallationsplatz - Raupenkran hebt Stahlfachwerk der neuen oberen Brücke auf Verschubbahnen ein - Raupenkran hebt bestehende obere Brücke aus und platziert sie auf Hauptinstallationsplatz - Rückbau 1000-Tonnen-Raupenkran - Demontage alte obere Brücke auf Hauptinstallationsplatz - Betonage des Schottertrogs der neuen oberen Brücke auf Verschubbahnen - Abbruch und Neubau beidseitige Widerlager obere Brücke - Verlängerung Verschubbahnen - Verschub obere Brücke auf neue Widerlager via Verschubbahnen - Erstellung definitive Fahrbahnübergänge - Erneuerung Gleis beidseits oberer Brücke auf einer Länge von 200 Metern je Richtung, Kabelarbeiten - Rückbau Verschubbahnen - Inbetriebnahme neue obere Brücke |
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Mitte Februar 2025 bis Mitte Dezember 2025 |
- Ausserbetriebnahme bestehende untere Brücke: Demontage Fahrleitung und Rückbau Gleis beidseits der Nordbrücke auf einer Länge von 200 Metern je Richtung - Aufbau 1000-Tonnen-Raupenkran auf Hauptinstallationsplatz - Raupenkran hebt bestehende untere Brücke aus (über die neue obere Brücke) und platziert sie auf Hauptinstallationsplatz - Rückbau 1000-Tonnen-Raupenkran - Demontage alte untere Brücke auf Hauptinstallationsplatz - Abbruch und Neubau beidseitige Widerlager untere Brücke - Vormontage und Beschichtung Stahlfachwerk neue untere Brücke auf Hauptinstallationsplatz - Aufbau 1000-Tonnen-Raupenkran auf Hauptinstallationsplatz - Raupenkran hebt Stahlfachwerk der neuen unteren Brücke auf neue Widerlager - Rückbau 1000-Tonnen-Raupenkran - Betonage des Schottertrogs der neuen unteren Brücke - Erstellung definitive Fahrbahnübergänge - Erneuerung Gleis beidseits der unteren Brücke auf einer Länge von 200 Metern je Richtung, Kabelarbeiten - Inbetriebnahme neue untere Brücke |
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Mitte Dezember 2025 bis Anfang 2026 |
Rückbau Aufschüttungen und Installationsplätze |
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Sommer 2026 |
Letzte Kabelarbeiten |
Von Ende September 2023 bis Mitte April 2024 musste die SBB die Arbeiten für den Ersatz der Birsbrücken grösstenteils unterbrechen. Grund war eine Projektänderung bei der Erstellung der Brücken, die sich im Verlauf des dafür nötigen, zusätzlichen Bewilligungsverfahrens als nicht bewilligungsfähig erwies.
Die erste Projektänderung.
Ursprünglich war vorgesehen und bewilligt, die alten Stahlbrücken über der Birs abzubrechen und die neuen Brücken über der Birs herzustellen. Eine erste Projektänderung sah danach vor, die Brücken vorgefertigt mit einem schweren Kran einzuheben, anstatt über der Birs zu bauen. Dazu muss grosse Gewicht des Krans auf dem Birsnahen Hauptinstallationsplatz mit Bohrpfählen abgestützt werden. Insgesamt war die Änderung so gegenüber dem ursprünglich geplanten und bewilligten Vorgehen effizienter und kostengünstiger.
Start Bauarbeiten.
Die SBB reichte deshalb ein entsprechendes Gesuch für die Projektänderung beim Bundesamt für Verkehr (BAV) ein, welches bei Bahninfrastrukturprojekten die Bewilligungsverfahren leitet. Den bereits bewilligten Teil der Arbeiten ging die SBB noch während dem laufenden Verfahren für die Projektänderung an. Dies, um keine Zeit zu verlieren und die reservierten Gleissperren für die Arbeiten nutzen zu können. Nach Rodungsarbeiten Ende März 2023 startete die SBB so Mitte August 2023 die Hauptarbeiten. Ziel war diese Mitte 2025 abzuschliessen.
Unterbruch der Arbeiten.
Diese Hauptarbeiten musste die SBB jedoch Ende September 2023 grösstenteils unterbrechen. Grund war, dass sich die Projektänderung und damit der geplante Kraneinsatz als nicht bewilligungsfähig erwiesen. Denn der Kanton Basel-Landschaft, welcher im Rahmen des Bewilligungsverfahrens Stellung genommen hatte, lehnte die Projektänderung aus umweltrechtlichen Gründen ab. Gemäss seiner Einschätzung hätten die Pfähle für den schweren Kran den Grundwasserfluss übermässig beeinträchtigt.
Die zweite, überarbeitete Projektänderung.
Die SBB überarbeitete deshalb die Projektänderung ab Herbst 2023 und sprach sich dabei mit den Umweltämtern von Kanton und Bund ab. Kernstück der neuen Projektänderung bleibt zwar, dass ein schwerer Raupenkran die Brücken ein- und aushebt. Im Gegensatz zur früheren, nicht bewilligten Projektänderung, tangiert der Einsatz des Krans nun den Grundwasserfluss weniger stark. Die Pfähle, welche das grosse Gewicht des Krans im Boden abstützen, werden so ausgestaltet, dass das Bauteam sie nach dem Kraneinsatz wieder ausbauen kann und ausbauen wird.
Erneutes Bewilligungsverfahren.
Im Dezember 2023 reichte die SBB schliesslich das Gesuch für die überarbeitete Projektänderung beim Bundesamt für Verkehr ein. Dieses leitete das Gesuch wiederum den zuständigen Ämtern von Bund und Kanton zur Stellungnahme weiter. Die Ämter erhoben keine Einsprache, entsprechend traf die Bewilligung im März 2024 bei der SBB ein. Das Bauteam nahm die Arbeiten daher am 15. April 2024 wieder auf.
Bauarbeiten tagsüber sind grundsätzlich effizienter und kostengünstiger. Nachtarbeiten führt die SBB darum nur aus, wenn der Arbeitsbereich den fahrenden Zügen oder der Fahrleitung zu nahekommt. Dann muss die SBB aus Sicherheitsgründen Gleise sperren und Fahrleitungsabschnitte ausschalten. In der verkehrs- und passagierärmeren Nachtzeit haben diese Massnahmen deutlich geringere Auswirkungen auf die Reisenden.
Folgende Nachtarbeiten sind deshalb in nächster Zeit für den Ersatz der Birsbrücken nötig.
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Datum |
Zeit |
Wo und was |
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Mo, 20.10., bis Fr, 24.10.2025 |
0 bis 7 Uhr |
Untere Brücke: Rückbau Schutzgerüste, Baumeisterarbeiten |
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Mo, 27.10., bis Fr, 31.10.2025 |
0 bis 7 Uhr |
Untere Brücke: Rückbau Schutzgerüste, Baumeisterarbeiten |
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Mo, 24.11., 1 Uhr, bis So, 30.11.2025, 7 Uhr |
durchgehend |
Untere Brücke und Zufahrten: Arbeiten an Gleisen (laute Arbeiten), Fahrleitung, Sicherungsanlagen und Kabel |
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So, 14.12.2025 |
0 bis 7 Uhr |
Untere Brücke und Zufahrten: Stopfen von Schotter mit Gleisbauzug (laute Arbeiten) |
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Mo, 26.7., bis Fr, 31.7.2026 |
20.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Kabel und Spleissarbeiten (verbinden von Kabel) |
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So, 2.8., bis Mo, 3.8.2026 |
20.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Kabel und Spleissarbeiten (verbinden von Kabel) |
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Di, 4.8., bis Fr, 7.8.2026 |
jeweils 0.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Kabel und Spleissarbeiten (verbinden von Kabel) |
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Mo, 10.8.2025 |
0.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Kabel und Spleissarbeiten (verbinden von Kabel) |
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Di, 11.8., bis Do, 13.8.2026 |
jeweils 0.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Fahrleitungsprovisorien |
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Fr, 14.8.2026 |
0.30 bis 5 Uhr |
Rückbau Fahrleitungsprovisorien |
Die oben genannten Terminangaben basieren auf dem aktuellen Planungsstand. Änderungen sind möglich. Bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie beispielsweise Maschinendefekten, müssen wir das Programm teils kurzfristig anpassen. Wenn der Vorlauf es zulässt, informieren wir dann über folgende Lärmanzeigen-Plattform:
sbb.ch/bauarbeitenAuf dieser Webseite finden Sie alle aktuellen Inserate und Schreiben der SBB zu Nachtarbeiten. Zudem können Sie dort einen Lärminserate-Newsletter für Ihre Region abonnieren und werden so per E-Mail über neue Anzeigen und Anwohnendenschreiben informiert.
Fuss- und Veloverkehr.
Aktuell sind für unser Projekt keine Einschränkungen für den Fuss- und Veloverkehr geplant.
Bahnverkehr.
Die Arbeiten im Sommer 2026 haben Fahrplanänderungen zur Folge. So ist die Linie Laufen–Basel SBB jeweils nachts von 20.55 Uhr bis 04.45 Uhr unterbrochen, vom 26. bis 29. Juli zwischen Basel und Aesch sowie vom 29. bis 31. Juli und vom 2. auf den 3. August 2026 zwischen Basel und Münchenstein. Betroffen sind die Linien IC 51, IR 56 und S3. Es verkehren Bahnersatzbusse. Bitte prüfen Sie Ihre Verbindung im Online-Fahrplan oder in der App SBB Mobile.
Im Bahnverkehr sind generell Fahrplanänderungen nötig. Einerseits muss die bestehende Bahninfrastruktur instandgehalten werden, um einen sicheren und pünktlichen Bahnverkehr zu gewährleisten. Andererseits muss die Infrastruktur ausgebaut werden, um neue Angebote wie beispielsweise Taktverdichtungen zu ermöglichen. Um diese Arbeiten ausführen zu können, müssen aus Sicherheitsgründen Gleise gesperrt und der Fahrplan entsprechend angepasst werden.
Auf der SBB Webseite hier finden Sie eine Übersicht zu Fahrplanänderungen aufgrund von Bauarbeiten oder StörungenDetaillierte, auf Ihre Reisepläne zugeschnittene Informationen finden Sie wie immer im Online-Fahrplan auf sbb.chLink öffnet in neuem Fenster. oder in der App SBB Mobile. Über die App können Sie zudem Ihre persönliche Pendelstrecke einrichten. Dank abonnierten Push-Benachrichtigungen werden Sie so auch ohne Fahrplanabfrage über Störungen oder Fahrplanabweichungen durch Bauarbeiten informiert.
Die Kostenprognose beläuft sich auf rund 28 Millionen Franken, finanziert via der Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB. Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen handeln Bund und Bahnen jeweils periodisch aus, wie viel öffentliche Mittel aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) für die Instandhaltung und kleinere Erweiterungen investiert werden können.
Weitere Informationen zur Finanzierung der Bahninfrastruktur und dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Verkehr hier
Der Kanton Basel-Landschaft prüfte bis im Herbst 2024, ob die untere Birsbrücke wiederverwendet werden soll. Auslöser war ein Postulat eines kantonalen Parlamentariers. Der Landrat, das kantonale Parlament, überwies dieses Ende November 2023 an den Regierungsrat.
Auf dieser Webseite des Kantons Basel-Landschaft finden Sie das Postulat «Wiederverwendung der Birsbrücken»Am 17. September 2024 bewilligte der Baselbieter Regierungsrat eine einmalige neue Ausgabe von 770'000 Franken für die sorgfältige Demontage und Zwischenlagerung der unteren Birsbrücke.
Auf dieser Webseite des Kantons Basel-Landschaft finden Sie das Regierungsbulletin vom 17. September 2024, in dem der Entscheid publiziert worden istDie obere Birsbrücke hat die SBB dagegen in Abstimmung mit dem Kanton bereits demontiert und entsorgt. Grund war, dass diese bereits im Juni 2024 ausgebaut werden musste. Deshalb fehlte die Zeit für vertiefte Abklärungen, Umplanungen und Finanzierungszusagen, welche für eine Wiederverwendung nötig gewesen wären.
Eine Brücke, die weiterverwendet werden soll, muss sorgfältig rückgebaut werden. Das ist wesentlich aufwändiger und zeitintensiver. Zum Vergleich: Für die obere Birsbrücke reichten rund zwei Tage für die Demontage auf dem Installationsplatz. Um die untere Brücke wiederzuverwenden, beträgt die Demontagezeit dagegen rund neun Wochen.
Dieses Vorgehen muss die SBB einerseits ins straffe, von Gleissperren abhängige Bauprogramm integrieren können. Andererseits muss die SBB das Vorgehen mit der Baulogistik und den eingeschränkten Platzverhältnissen auf dem Installationsplatz in Einklang bringen.
Projektleitung Ersatz Birsbrücken:
SBB AG
Infrastruktur Ausbau- und Erneuerungsprojekte
Thomas Huber, SBB Projektleiter
Bahnhofstrasse 12, 4600 Olten
projekte.nord@sbb.chLink öffnet in neuem Fenster.
sbb.ch/birsbruecken
Sonstige Ausbauten in der Region Basel:
Auf folgender Webseite finden Sie eine Übersicht über die geplanten Angebotsausbauten in der Region Basel sowie über die Infrastrukturprojekte, die dafür nötig sind: sbb.ch/ausbauten-basel
Sonstige Bauarbeiten:
Auf folgender Webseite finden Sie Anwohnerschreiben und Inserate aller aktuell laufenden Bauarbeiten der SBB: sbb.ch/bauarbeiten
Sonstige Themen:
Auf folgender Webseite finden Sie weitere Kontakte für Fragen zu anderen SBB Themen: sbb.ch/kundendienstLink öffnet in neuem Fenster.
Für Medienschaffende:
Bitte wenden Sie sich an unsere Medienstelle.
E-Mail: press@sbb.chLink öffnet in neuem Fenster.
Webseite: sbb.ch/medienLink öffnet in neuem Fenster.