Umbauten an Perrons und Bahnzugängen.

Wegen der Hang- und Kurvenlage des Bahnhofs sind die Umbauten der Bahnanlage aufwendig. Die wichtigsten Elemente des Bauprojekts sind hier zusammengefasst.

Provisorische Rampe Haldenstrasse.

Von November 2023 bis März 2024 wird auf der Seite Haldenstrasse des Bahnhofs Oberrieden Dorf eine provisorische Rampe zum Gleis 2 gebaut. Damit wird ein provisorischer Bahnzugang geschaffen bis der definitive stufenfreie Ausbau des Bahnhofs erfolgt.

Die provisorische Rampe wird aus Gerüstelementen gefertigt. Der Gehweg ist 2,8 Meter breit, der Boden besteht aus Holzplatten mit einem aufgerauten Belag, um auch bei nasser Witterung eine sichere Benützung zu gewährleisten. Die Gerüstkonstruktion hat eine Höhe von rund neun Metern. Die Baukosten betragen insgesamt rund 0,6 Millionen Franken.

Dieser provisorische Rampenzugang dient auch während des zukünftigen Umbaus der Publikumsanlagen und der Zugänge als BehiG-konformer Bahnzugang und wird nach Abschluss des definitiven Umbauprojekts vollständig zurückgebaut.

Mit der provisorischen Rampe kann das Gleis 2 stufenfrei erreicht werden, sie entspricht jedoch nicht den Vorgaben für autonomes Reisen mit eingeschränkter Mobilität. Darum stellt die SBB eine kostenlose Einstiegshilfe zur Verfügung, die im Contact Center Handicap reserviert werden kann.

Barrierefreier Ausbau der Zugänge.

Beim generellen Umsetzungsprojekt für den stufenfreien Ausbau des Bahnhofs Oberrieden Dorf haben sich Anpassungen aufgrund von Änderungen der Rahmenbedingungen und dadurch Verzögerungen ergeben. Das Bauprojekt ist wegen der Hang- und Kurvenlage des Bahnhofs besonders herausfordernd. Um die Schräglage der Züge während des Haltens zu reduzieren, muss die Gleisgeometrie im Kurvenbereich neu gestaltet werden. Die Perronkanten, die ohnehin sanierungsbedürftig sind, müssen auf die neue Gleisgeometrie angepasst werden.

Aufgrund des Umfangs dieser Arbeiten und der dafür erforderlichen Bauintervalle musste die Ausführung in die Jahre 2026 bis 2028 verschoben werden.

Die Hauptelemente des barrierefreien Ausbaus.

Lift- und Treppenturm Haldenstrasse:

Im Zuge der Umsetzung des definitiven stufenfreien Zugangs (voraussichtliche Bauzeit: 2025/26) wird im Bereich der Haldenstrasse ein neuer Lift- und Treppenturm gebaut. Ziel ist es, dabei so wenig wie möglich in die bestehende Substanz der denkmalgeschützten Wartehalle einzugreifen. Aus diesem Grund wird ein schlanker, sich zurücknehmender Baukörper vorgesehen, der sich städtebaulich von der bestehenden Wartehalle absetzt.

Neue Rampe beim Bahnhofsgebäude:

Ebenfalls im Zuge des definitiven stufenfreien Ausbaus des Bahnhofs (voraussichtliche Bauzeit: 2025/26) wird der Zugang zur Personenunterführung beim Bahnhofgebäude mit einer Rampe ausgebaut. Vorgesehen ist eine Rampe entlang des Aufnahmegebäudes. Da das bestehende Dach für die Überdeckung der neuen Rampe nicht ausreicht wird die Dachkonstruktion ergänzt. In Ausgestaltung und Projektierung arbeitet die SBB mit der Denkmalpflege zusammen.

Neue Treppen- und Liftanlage Alte Landstrasse:

Der Zugang «Alte Landstrasse» muss ebenfalls BehiG-konform ausgebildet werden. Die heutige bestehende Treppenanlage ist für einen behindertengerechten Zugang nicht ausreichend. Aus diesem Grund ist eine kombinierte Treppen-, Lift- und Rampenanlage vorgesehen. Auch diese Arbeiten werden im Zuge des definitiven Umbaus voraussichtlich in den Jahren 2026 bis 2028 umgesetzt.

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