Naturschutz.

Die ökologischen Flächen entlang der Verkehrsinfrastruktur bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die SBB setzt sich für ihren Schutz ein.

Flora.

Das dichte Schienennetz der SBB wird auf vielen hundert Kilometern von wertvollen Böschungen, Waldrändern, Hecken und Einzelbäumen gesäumt. Dieses ökologische Netzwerk entlang einer stark genutzten Verkehrsinfrastruktur bietet Lebensräume für verschiedene, auch seltene Pflanzen.

Die SBB bewirtschaftet Böschungen und Gehölzflächen entlang des Schienennetzes regelmässig, um einen sicheren und möglichst störungsfreien Bahnverkehr zu gewährleisten. Dazu gehört das Zurückschneiden der angrenzenden Gehölze, das regelmässige Mähen der Böschungen sowie das Entfernen invasiver Gewächse. Der Unterhalt dieser Flächen ist eine Daueraufgabe, von der auch die Natur profitiert. So sind durch die wiederkehrende Pflege gestufte Waldränder und Saumstrukturen entstanden: wertvolle, extensive Lebensräume mit hohem Pflanzenreichtum. 

Der teils hohe ökologische Wert der Eisenbahnböschungen zeigt sich auch im Vorkommen seltener Pflanzen wie Orchideen. Die seltene Helm-Orchis – auch Helm-Knabenkraut genannt – wächst und gedeiht an einzelnen Böschungsabschnitten entlang des Bahnnetzes. «Böschungen sind wichtige Standorte für seltene Pflanzen, da dieser Fleck Land keiner landwirtschaftlichen Nutzung unterliegt und nicht gedüngt wird», sagt Marianne Gmünder, Fachspezialistin Natur. «Das wirkt sich auf magerstandortliebende Pflanzen wie die Helm-Orchis positiv aus.»

Fauna.

Viele Infrastrukturanlagen der Eisenbahn wie Bahnhofsdächer, Böschungen oder Wälder beherbergen einen grossen Reichtum verschiedener Tierarten. Gleichzeitig zerschneidet unsere dichte Verkehrsinfrastruktur die Lebensräume von Tieren. Dies führt zu einer Isolierung der Populationen und einem Rückgang der Tierbestände. Die SBB vernetzt deshalb geteilte Lebensräume wieder und wertet sie auf, wie zum Beispiel in folgenden Projekten: