Glossar.

Für die Arbeit mit digitalen Methoden wie Building Information Modeling (BIM) benötigt es ein einheitliches Verständnis über Begrifflichkeiten. Die folgenden Definitionen werden seitens SBB verwendet (Stand 01.10.2020).

Abkürzung Begriff Definition und Quelle
3D Räumlich-geometrisches Abbild von Bauteilen und Objekten.

3D Geometrien ohne Attribute, dh. das reine räumliche geometrische Abbild. Dies dient dazu, um beispielsweise rein geometrische Kollisionsprüfungen zu ermöglichen.

QUELLE: Marktdefinition

4D Synonym für zeitbasierte Simulation von Aktivitäten

Aufgrund von Daten werden die Sequenzen von Ereignissen oder Aktivitäten dargestellt. Dies geschieht auf Basis von rein alphanumerischer oder auch geometrischer objektbezogener Daten. Deshalb ist '4D' nicht '3D plus Zeit'. Es existiert auch keine normative Definition zu 4D. Dieser Begriff wird bei der SBB daher nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: keine Norm vorhanden, marktüblicher Begriff, jedoch nicht standardisiert

5D Synonym für Simulation von Kosten

Aufgrund von Daten (wie z.B. Oberflächen-beschaffenheiten, Geometrien etc.) werden die Kosten ermittelt. Dies geschieht auf Basis von rein alphanumerischer oder auch geometrischer objektbezogener Daten. Deshalb ist '5D' nicht '3D + Zeit + Kosten'. Es existiert auch keine normative Definition zu 5D. Dieser Begriff wird bei der SBB daher nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: keine Norm vorhanden, marktüblicher Begriff, jedoch nicht standardisiert

AIM Asset Information Model

Informationsmodell für die Betriebsphase. Das AIM unterstützt die vom Informationsbesteller festgelegten strategischen und täglichen Asset Management-Prozesse. Es kann auch Informationen zu Beginn des Projektabwicklungs-prozesses bereitstellen und somit zum PIM beitragen. Das AIM kann beispielsweise Ausrüstungsregister, kumulierte Wartungskosten, Aufzeichnungen über Installations- und Wartungstermine, Eigentumsangaben und andere Details respektive Beziehungen zu diesen Daten enthalten, die der Informationsbesteller als wertvoll erachtet und systematisch verwalten möchte. Das AIM wird aus dem in der Planung und Realisierung entwickelten PIM abgeleitet respektive aktualisiert. Dabei wird nur eine Teilmenge des PIM ins AIM übernommen, da viele projektbezogene Informationen in der Betriebs- und Bewirtschaftungsphase nicht zwingend benötigt werden.
Das AIM kann aus einer Vielzahl an Modellen und Daten sowie deren Beziehungen untereinander bestehen und somit in unterschiedlichen Software-Systemen verteilt sein (Inventarsysteme, GIS-Systeme, ERP, etc.) und weiterführende Informationen als das PIM enthalten.

QUELLE: in Anlehnung an SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 

AMA Auftraggeber Methoden Anforderungen

Ein temporäres Instrument zur einheitlichen Verständnis von BIM-Prozessen und deren Wirkung in der Art wie diese der Besteller möchte. Dieser Begriff wird bei der SBB  nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird nicht bei der SBB verwendet

Attribut Attribut

Charakteristische Beigabe als Kennzeichen für eine Objektinstanz, mit Attributsname und Attributswert. Einfaches Beispiel: Ein Objekt 'Wand' kann ein Attribut 'Farbe' haben, mit dem Attributswert 'rot'.

QUELLE: Marktdefinition

bcf BIM collaboration format

Das BCF Format (BIM Collaboration Format) ist eine standardisierte Datenschnittstelle zum vereinfachten Austausch von Informationen während des Erstellungsprozesses von BIM Modellen zwischen verschiedenen Softwareprodukten. Es basiert auf dem normierten IFC-Dokumentationsformat.
Es ermöglicht eine modellbasierte Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendern und informiert unter anderem über den jeweiligen Status, Ort, Blickrichtung, Bauteil, Bemerkung, Anwender und Zeitpunkt im IFC Datenmodell.
Das BIM Collaboration Format (BCF) ist ein offenes Datei-XML-Format "bcfXML", das die Workflowkommunikation in BIM-Prozessen unterstützt.
Die BCF-Datei enthält dabei nur Kommentare;  sie verändert das Modell nicht und ist vergleichbar mit den "Revisionswolken" aus der 2D Planung.

QUELLE: buildingsmart International, übersetzt, gekürzt

BEP BIM Execution Plan

Ein Plan, in dem erläutert wird, wie die Aspekte des Informations-managements der Informationsbestellung vom Auftragnehmer durchgeführt werden.
Er wird vom Auftragnehmer gefertigt und beinhaltet die Umsetzung der vom Auftraggeber formulierten Anforderungen an Datenlieferungen etc. Meist wird dieser bereits bei Angeboten in einer groben Form seitens des Anbieters mitgeliefert, um dem Auftraggeber einen Überblick zu verschaffen, wie seine Anforderungen umgesetzt werden.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 

BIM Building Information Modelling

Nutzung einer gemeinsamen digitalen Darstellung eines baulichen Vermögensgegenstand (Asset) zur Erleichterung von Planungs-, Bau- und Betriebsprozessen als zuverlässige Entscheidungsgrundlage.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt Abschnitt 3.3.14

BIM Informations-manager BIM Informations-manager

Eine Rolle, die üblicherweise durch Auftraggeber wahrgenommen wird. Aufgabe ist es, die gelieferten Daten/Informationen zu den definierten Zeitpunkten auf die Übereinstimmung mit den Anforderungen des Auftraggebers zu vergleichen, Abweichungen zu erkennen, einzufordern und Informationslieferungen abzunehmen.  Anmerkung: Es wird zu einer Konsolidierung von Rollen kommen, daher ist es wichtig, einen BIM Verantwortlichen benannt zu haben, der mehrere Rollen inne haben kann bzw. diese Aufgaben an weitere Rollen weitergeben kann.

QUELLE: keine explizite Norm, jedoch Notwendigkeit auf Seiten Auftraggeber

BIM Koordinator BIM Koordinator

Eine Rolle, üblicherweise seitens des Auftragnehmers, welche u.a. den Abgleich und die Überprüfung der disziplinären Fach- und Teilmodelle verantwortet. Anmerkung: Es wird zu einer Konsolidierung von Rollen kommen, daher ist es wichtig, einen BIM Verantwortlichen benannt zu haben, der mehrere Rollen inne haben kann bzw. diese Aufgaben an weitere Rollen weitergeben kann.

QUELLE: keine klare Norm für diese Rolle

BIM Manager BIM Manager

Eine Rolle, üblicherweise durch Auftragnehmer(n) wahrgenommen. Sie verantwortet u.a. die Koordination der Datenanforderungen, die Prozesse zur Erstellung von Daten, sowie die semantische Informationsmodellierung. Die genauen Leistungen sind vertraglich zu definieren. Anmerkung: Es wird zu einer Konsolidierung von Rollen kommen, daher ist es wichtig, einen BIM Verantwortlichen benannt zu haben, der mehrere Rollen inne haben kann bzw. diese Aufgaben an weitere Rollen weitergeben kann.

QUELLE: keine klare Norm für diese Rolle

BIM Verantwortlicher BIM Verantwortlicher

Eine Rolle, welche sowohl seitens Auftraggeber als auch Auftragnehmer(n) wahrgenommen werden kann. Die Rolle kann jeweils die Gesamtprojektleitung, ein separates BIM-Management oder BIM-Koordinator übernehmen. Sie verantwortet die erfolgreiche Umsetzung der BIM Methodik. Diese Rolle kann unterschiedliche Ausprägungen habe. Nach Meinung SBB gehen In dieser Rolle mittelfristig die bisherigen Rollen wie BIM Koordinator, BIM Manager etc. auf, bzw. diese Rollen werden nicht weiter separat notwendig sein.

QUELLE: keine klare Norm für diese Rolle

CDE Common Data Environment, übersetzt gemeinsame Datenumgebung

vereinbarte Informationsquelle für ein bestimmtes Projekt oder für ein Asset, um jeden Informationscontainer über einen verwalteten Prozess zu sammeln, zu verwalten und zu verbreiten.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 

CoBie Construction Operations Building Information Exchange

Darstellung einer Übergabesicht des IFC-Schemas, typischerweise als Tabellen-kalkulationsblatt. Diese ist aus Endanwendersicht eine standardisierte Excel-Tabelle, welche nicht-geometrische Gebäudeinformationen zur Interaktion beispielsweise mit dem Facilitymanagement aufnehmen kann.

QUELLE: ISO 15686-4 

EIR Exchange Information Requirement

Informations-anforderungen im Zusammenhang mit einer Informationsbestellung. Die EIR ergeben sich aus den AIR und den PIR und spezifizieren die inhaltlichen Anforderungen an das PIM.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 

Fachmodell Fachmodell

Ein Datensatz mit thematisch, geometrisch und/oder disziplinär bzw. fachlich fokussiertem Inhalt, der visuell in dreidimensionaler Form und objektbezogen dargestellt werden kann. Er ist dabei unabhängig von einer weiteren geometrischen Repräsentanz.

QUELLE: Marktdefinition

IDM Information Delivery Manual

Dokumentation, welche die betrieblichen Prozesse aufführt und detaillierte Spezifikationen hinsichtlich der Informationen enthält, die ein Anwender mit einer bestimmten Rolle zu einem bestimmten Zeitpunkt während eines Projekts als Informationsbereitsteller angeben muss.

QUELLE: SN EN ISO 29481-1:2017 (D) 

IFC Industry Foundation Classes

Das Datenmodell Industry Foundation Classes (IFC) ist eine computerinterpretierbare Darstellung von Bau- und Gebäudemanagement-Informationen für die Dokumentation und den Austausch von Bauwerksdaten. Ziel ist es, einen (anbieter)neutralen Mechanismus bereitzustellen, der in der Lage ist, Bauwerke und ähnliche Einrichtungen in der gebauten Umwelt während ihres gesamten Lebenszyklus' zu beschreiben. Dieser Mechanismus eignet sich nicht nur für den neutralen Dateiaustausch, sondern auch als Grundlage für die Implementierung, gemeinsame Nutzung von Produktdatenbanken und als Grundlage für die Archivierung.

QUELLE: SN EN ISO 16739:2013, übersetzt und angepasst

IR Information Requirements Festlegung für was, wann, wie und für wen Informationen erstellt werden sollen. Verwendet in PIR (Projektspezifische Informationen), AIR (Anlagenspezifische Informationen, wobei A für Asset und damit für baulichen Vermögensgegenstand steht) und OIR (Organisationsspezifische generelle Informationen).

 QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 
Koordinations-modell Koordinations-modell

Ein aus mehreren Datensätzen von unterschiedlichen Beteiligten bereitgestellten und zusammengeführten Datensatz mit thematisch, geometrischen und/oder disziplinär bzw. fachlich fokussiertem Inhalt, der dreidimensional dargestellt werden kann und objektbezogen ist. Es erhält den Status Koordinations-modell, wenn die darin enthaltenen Daten nach vorher definierten Parametern koordiniert (d. h. überprüft und angepasst) sind und den Beteiligten wieder zur Verfügung gestellt wird. Dies passiert üblicherweise in einem regelmässigen Rhythmus. Die Vorgehensweise ist vergleichbar mit einem "Übereinanderlegen" von mehreren 2D Plänen.

QUELLE: Marktdefinition

LOD Level of Development, Level of Detail, Level of Definition, Level of Definement ...

Der digitale Reifegrad eines Objekts betr. Präzision alphanumerisch und geometrisch (vgl. LoG). Üblicherweise ist die Angabe der Präzision in Nummern zwischen 100 (für sehr unpräzise) und wenige alphanumerische Werte) und 600 (sehr präzise). Es herrscht jedoch Uneinigkeit zwischen den einzelnen Beteiligten auf dem Markt hinsichtlich dieser Nummerierung. Dieser Begriff wird bei der SBB daher nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird nicht bei der SBB verwendet

LOG Level of Geometry

Der digitale Präzisionsgrad von geometrischen Abbildungen wie Bauteilen oder Anlageobjekte, vgl. Angabe der Präzision in Nummern wie in LOD. Dieser Begriff wird bei der SBB daher nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird nicht bei der SBB verwendet

LOI Level of Information 

Der digitale Informationsgrad von geometrischen Abbildungen wie Bauteilen oder Anlageobjekte, vgl. Angabe der Präzision in Nummern wie in LOD. Er ist nicht zu verwechseln mit den LOIN, bei dem es sich um konkrete Datenanforderungen seitens des Bestellers handelt. Dieser Begriff wird bei der SBB daher nicht verwendet und ist zu vermeiden.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird nicht bei der SBB verwendet

LOIN Level of Information Need Auf deutsch etwa: Informationsbedarfstiefe. Vorgabe, die den Umfang und die Anzahl der Untergliederung der Informationen (3.3.1) definiert. Anmerkung 1 zum Begriff: Eines der Ziele der Definition der Informationsbedarfstiefe ist, die Bereitstellung von zu vielen Informationen zu verhindern.
 QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 
MIDP Master Information Delivery Plan

Dokument, der alle relevanten Pläne zur Bereitstellung von Aufgabeninformationen enthält.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt 

Modelle  Modelle

Diversen Zwecken zugeordneter Datensatz mit thematisch, geometrisch und/oder disziplinär fokussiertem Inhalt, der visuell dargestellt werden kann. Dazu existieren auf dem Markt diverse Namen für die Spezifizierung der einzelnen Modelle. Diese sind nicht genormt und deren Inhalt stets abzustimmen.

QUELLE: Marktdefinition

MVD Model View Definition

Auf deutsch etwa: Modellbereichsdefinition. Von Computern lesbare Definition einer Datenaustausch-anforderung, ausdrücklich gebunden an ein oder mehrere Standarddatenformate.
MVD definieren Inhalt und Semantik eines oder mehrere Datensätze z.B. für einen Fachbereich. Es ist dadurch als Filter zu verstehen.

QUELLE: SN EN ISO 29481-1:2017 (D) Abschnitt 3.16

Natives Format Natives Format

Die Datei, welche die Software derart lesen- und schreiben kann, dass möglichst viele Informationen beinhaltet sind. Meist von Drittanbietern nicht les- oder schreibbare Dateiformate.

QUELLE: Marktdefinition

nD Synonym für weitere Simulations-aktivitäten

Weitergehende Simulations-aktivitäten, die nicht normativ definiert sind, es existieren auch unterschiedliche Definitionen zu 6D, 7D, etc. Deshalb werden diese Begriffe nicht bei der SBB verwendet und sind zu vermeiden.

QUELLE: keine Norm vorhanden, marktüblicher Begriff, jedoch nicht standardisiert

Objekt Objekt

Inhaltlich und geometrisch klar abgegrenzte und benennbare Entität mit für das Objekt spezifizierte Attribute und Funktionen. Bei geometrischen Objekten meist als Instanz einer bestehenden Objektklassifizierung . Z.B. 'Wand'.

QUELLE: Marktdefinition

OIR Organisation Information Requirements

Informations-anforderungen in Bezug auf organisatorische Ziele.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt Abschnitt 3.3.3

Parameter Parameter

In Funktionen und Gleichungen eine entweder unbestimmt gelassene oder konstant gehaltene Grösse, die bei Änderung des Wertes bei geometrischen Aufgaben die Form beeinflussen, bei alphanumerischen Parametern jeweils der Aufgabe entsprechende Änderungen bewirken.

QUELLE: Unterschiedliche Definitionen in Normen, Marktbegriff

PIM Project Information Model

Informationsmodell für die Bereitstellungsphase respektive den Projektabwicklungs-prozess. Das PIM unterstützt die Durchführung des Projekts und trägt zum AIM bei, um das Asset Management zu unterstützen. Das PIM kann beispielsweise Angaben zur Projektgeometrie, zum Standort der Ausrüstung, zu den Leistungsanforderungen während der Planung, zur Bauweise, zur Zeit- respektive Bauablaufplanung, zur Kostenberechnung und zu den installierten Systemen, Komponenten und Ausrüstungen, einschliesslich der Wartungsanforderungen während der Bauausführung respektive Beziehungen zu diesen Daten enthalten. Das PIM enthält somit die benötigten Daten für die Durchführung von verschiedenen BIM Use Cases (Simulationen, Kostenermittlung, Bauablaufplanung, etc.) und kann wiederum die Resultate aus diesen Use Cases enthalten. Das PIM besteht in der Regel aus einer Vielzahl an Modellen (Fachmodelle, Koordinations-modelle, Referenzmodelle, Teilmodelle) und Daten sowie deren Beziehungen untereinander.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt

PIR Project Information Requirements

Informations-anforderungen in Bezug auf die Bereitstellungsphase respektive den Projektabwicklungs-prozess eines Assets.

QUELLE: SN EN ISO 19650-1:2018, übersetzt

PM  Process Map (Prozessdiagramm)

Darstellung der relevanten Merkmale eines Prozesses, der in Zusammenhang mit einem definierten Geschäftszweck steht.

QUELLE: SN EN ISO 29481-1:2016 (D)

Referenzmodell Referenzmodell

Ein Datensatz mit thematisch, geometrisch und/oder disziplinär fokussiertem Inhalt, der visuell dargestellt werden kann. In ihm sind projekt- oder portfoliorelevante Informationen hinterlegt, wie grundlegende Strukturen, auf die von anderen Beteiligten referenziert werden können. Diese können beispielsweise nicht veränderliche Achsbreiten, Geschosshöhen, geographische Lage etc. sein. Dieser Datensatz ist dabei unabhängig von einer weiteren geometrischen Repräsentanz. Üblicherweise wird dieses Referenzmodell während einer Projektbearbeitung nicht verändert.

QUELLE: Marktdefinition

DBM Digitales Bauwerk-smodell

Hochbauspezifischer Begriff, siehe Modelle.

QUELLE: Marktdefinition

  Open BIM

Von buildingsmart International geschützter Begriff, der die Abwicklungs- und Austauschmethode mit offenen, nicht nativen Dateiformaten beschreibt ("open"). Das bekannteste darunter ist das IFC Format. Merkmale von open BIM sind Interoperabilität, offene und neutrale Standards, um verlässliche Datenaustausche projekt- und phasenübergreifend sicherzustellen.

QUELLE: buildingsmart International, geschützter Begriff

  Closed BIM

In sich geschlossenes ("closed") Ökosystem für den Austausch von Modellen und der darin gespeicherten bzw. verfügbaren Daten, das auf einem Schema eines Softwareherstellers beruht. Die daraus entstehenden Dateiformate sind nur in Ausnahmefällen von anderen Softwaren lesbar; dies meist mit Misinterpretation des jeweiligen Dateiinhaltes.

QUELLE: Marktdefinition

LCDM Lifecycle Daten-management

Fokussierung auf bewirtschaftungsrelevante Daten für den gesamten Lebenszyklus eines Assets oder eine Anlage mittels standardisierter Bestellungen, Datenprüfungen und Quality Gates seitens des Auftraggeber, mit dem Ziel, geprüfte, korrekte, relevante und bereinigte Daten, die von der Planung und Realisierung an Bewirtschaftungssysteme übergeben werden, für alle Beteiligten bereitzustellen und entsprechend bewirtschaften zu können.

QUELLE: Marktdefinition

UC Use case

Im deutschen auch Anwendungsfall. Grundlage für einen use case ist ein Informationsbedürfnis einer an einem Prozess beteiligten Rolle. Es kann auch umgangssprachlich mit einer Aufgabenstellung gleich gestellt werden und beschreibt das zu erreichende Ziel, den notwendigen Fokus und/oder den angestrebten Nutzen. Use cases werden üblicherweise in einem Information Delivery Manual (IDM) genauer definiert.

QUELLE: in Anlehnung an SN EN ISO 29 481-1:2017 (deutschsprachige Version)

  BIM Berater

Nachweislich mit Hilfe einer staatlichen Institution geschulte, geeignete Person oder Organisation zur Unterstützung des Auftraggebers/Nutzers hinsichtlich des ziel- und nutzenorientieren Einsatz von BIM gestützten Methoden und zur zugehörigen BIM-Qualitätssicherung über den gesamten Projektverlauf eines oder mehrer Projekte oder eines Portfolios.

QUELLE: Marktdefinition

pbFM Planungs- und baubegleitendes Facility Management

Ein auf die spätere Nutzung eines Gebäudes oder einer Anlage ausgerichtete Berücksichtigung von nutzungs-, betriebs-, wartungs- und instandhaltungsrelevanten Themen mit dem Ziel, in der Planung und Realisierung Erkenntnisse aus anderen Projekten einfliessen zu lassen, um einen friktionsfreien und wirtschaftlichen Gebäude-/Anlagenbetrieb zu gewährleisten und den angestrebten Nutzen zu erreichen. Die Einsparungen von pbFM sind meist nicht monetär bewertbar, sondern beruht auf Annahmen der insgesamten Lebenszykluskosten.

QUELLE: in Anlehnung sia 113 und Leitfäden IFMA

BIM2FM  

Meist umgangssprachlich verwendeter Ausdruck für die Überführung des «Digitalen Bauwerksmodell» von der Planungs- und Bauphase in die Betriebsphase, wird oft gleichgesetzt mit BIM4FM.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird bei der SBB nicht oder nur umgangssprachlich verwendet

BIM4FM  

Meist umgangssprachlich verwendeter Ausdruck für die Strukturierung und spätere Nutzung der Daten aus dem «Digitalen Bauwerksmodell» in der Betriebsphase für Facility Management und Bewirtschaftungs-prozesse, wird oft gleichgesetzt mit BIM2FM.

QUELLE: nicht definiert und standardisiert, wird bei der SBB nicht oder nur umgangssprachlich verwendet

CAFM Computer Aided Facility Management

Wörtlich übersetzt "rechnergestützte Unterstützung des Facility Managements". Unterstützung des Betriebsprozesse mittels IT gestützter Anwendungen. Dabei stehen die Bereitstellung von Informationen und die Unterstützung von Arbeitsprozessen im Vordergrund. Es wird dabei üblicherweise auf eine Datenbank zugegriffen, digitale Bauwerksmodelle können ihre Daten in diese Datenbank einspeisen, bzw übergeben werden.

QUELLE: Marktdefinition in Anlehnung an die GEFMA 444

CAD Computer Aided Design

Wörtlich übersetzt "rechnergestütztes Konstruieren". Unterstützung von konstruktiven Aufgaben mittels IT gestützter Anwendungen zur Herstellung eines Produkts wie Modelle oder 2D/3D Pläne. CAD wird als Werkzeug für die Bereitstellung von Daten für BIM gestützte Anwendungen gesehen, kann aber, wie im Maschinenbau üblich, auch alleinstehend verwendet werden. Üblicherweise enthalten CAD Pläne weniger Attribute als ein vergleichbares BIM Modell. CAD kann auch als Prozess in der BIM Prozesskette verstanden werden.

QUELLE: Marktdefinition in Anlehnung an Gabler Wirtschaftslexikon

  BIM-Viewer

Applikation zur Visualisierung von digitalen Bauwerksmodellen. Je nach vorhandenem Dateiformat und Funktionsumfang der Applikation sind unterschiedliche Aktionen möglich. Ein Viewer prüft nicht die vorhandenen Dateien auf Konsistenz, sondern visualisiert diese lediglich.

QUELLE: Marktdefinition

  BIM-Model Checker

Applikation zur Qualitätsprüfung von digitalen Bauwerksmodellen. Je nach vorhandenem Dateiformat und Funktionsumfang der Applikation sind unterschiedliche Aktionen möglich. Ein Checker prüft üblicherweise Inkonsistenzen in den Daten sowie die Datenqualität (Semantik, Attribute etc.)von Modellen, wie z.B. hard clashes (zwei oder mehr Bauteile berühren/überschneiden sich) oder soft clashes (die Funktion zweier oder mehrerer Bauteile ist eingeschränkt, z.B. schlägt ein Fenster in eine Tür) und schlägt ggf. eine Behebung vor. Checker sind jedoch meist regelbasiert, so dass nur die vorhandenen Regeln geprüft werden.

QUELLE: Marktdefinition

Projekt-CDE Project-Common Data Environment

Die Projekt-CDE bezeichnet die Informationsumgebung, in der die für ein bestimmtes Projekt (Studie, Bauprojekt oder komplexer Unterhaltsauftrag) erstellten und benötigten Informationen über einen verwalteten Prozess gesammelt, verwaltet, aktualisiert und für sämtliche Projektbeteiligten im Sinne einer Single Source of Truth zugänglich gemacht werden. Neben dem PIM kann die Projekt-CDE auch weitere projektbezogene Informationen und Dokumente wie Anforderungsprofile, Auflagen, Genehmigungen, Risikobetrachtungen, etc. beinhalten. Technisch umgesetzt wird die Projekt-CDE mit einer BIM-fähigen Kollaborationsplattform. Verwendete Synonyme: CDE, BIM-CDE

QUELLE: in Anlehnung an SN EN ISO 19650-1:2018

AIM-CDE Asset-Informations-management-Common Data Environment 

Die AIM-CDE bezeichnet die Informationsumgebung, in der das AIM sowie sämtliche damit in Beziehung stehenden Informationen über einen verwalteten Prozess gesammelt, verwaltet, aktualisiert und für sämtliche Asset Management-Prozesse im Sinne einer Single Source of Truth zugänglich gemacht werden. Technisch umgesetzt wird die AIM-CDE mit einem Asset Information System (AIS) und entsprechenden Anwendungen.
Verwendete Synonyme: AIM, Unternehmens-CDE

QUELLE: in Anlehnung an SN EN ISO 19650-1:2018

AIR Asset-Informations-anforderungen

Informations-anforderungen in Bezug auf den Betrieb des Assets. Die AIR spezifizieren die inhaltlichen Anforderungen an das AIM.

QUELLE: in Anlehnung an SN EN ISO 19650-1:2018

  Bauteil-bibliothek

Bibliothek, welche dem Projektverfasser im Projekt zu verwendende generische sowie hersteller-/produktspezifische Bauteile in diversen Dateiformaten zur Verfügung stellt. Damit lassen sich Synergien nutzen, da standardisierte Bauteile nicht in jedem Projekt von Neuem modelliert werden müssen.

QUELLE: Marktdefinition

Weiterführender Inhalt