Ausbauten bis 2025: Inhalt.
Das zusätzliche Perron und die provisorische Passerelle schaffen im Bahnhof Basel SBB die nötigen Kapazitäten für mehr Zugshalte und mehr Reisende. Was die beiden Projekte beinhalten, erfahren Sie hier.
Das Projektpaket beinhaltet einerseits das Projekt Leistungssteigerung Basel SBB mit dem zusätzlichen Perron und andererseits das Projekt Überbrückungsmassnahme mit der provisorischen Passerelle. Eine gemeinsame Ausführung der beiden Projekte war von den Abhängigkeiten und den Synergien her am sinnvollsten und so mit dem Bund als Auftraggeber abgestimmt.
Das Projekt Leistungssteigerung hat im Bahnhof Basel SBB die nötigen Kapazitäten für die zusätzlichen Zugshalte des S-Bahn-Viertelstundentakts Basel–Liestal geschaffen. Zudem ist es eine der Voraussetzungen für alle weiteren Angebotsausbauten in Basel, wie beispielsweise den Fernverkehr-Halbstundentakt auf der Linie Basel–Delémont–Biel/Bienne oder den S-Bahn-Viertelstundentakt Basel–Aesch. Beide sind Ziel des Ausbauschritts 2035 des Bundes, wobei beim Fernverkehr-Halbstundentakt bereits im Dezember 2025 in Betrieb gegangen ist.
Das zusätzliche Perron Gleis 19/20.
Das zentrale Element des Projekts war der Bau eines neuen, zusätzlichen Perrons auf der Bahnhofsüdseite, südlich des heutigen Durchfahrtgleises 19. Dazu waren umfangreiche Umbauten im südlichen Gleisfeld nötig. Südlich des neuen Perrons liegt nun das Gleis 20, ein Wendegleis, das bis kurz vor die Margarethenbrücke reicht. Für dieses musste zusätzlicher Platz nach Süden hin geschaffen werden. Die bestehende Böschung von der höher gelegenen Meret Oppenheim-Strasse zum tiefer gelegenen Gleisfeld hin wurde darum abgetragen und mit einer rund 570 Meter langen, zwischen vier bis sieben Meter hohen Stützmauer gesichert. Nördlich des Perrons liegt das zu einem Haltegleis umgebaute Gleis 19.
Das umgebaute Perron Gleis 16/18.
Das frühere Gleis 17 am Perron an den Gleisen 16 und 17 wurde zurückgebaut und das Perron hin zum Gleis 18 verbreitert. Auch dieses Gleis wurde von einem Durchfahrtsgleis zu einem Haltegleis umgebaut. Das Perron wurde somit vom Perron Gleis 16/17 neu zum Perron Gleis 16/18. Gleis 18 liegt dabei tiefer als das Gleis 16. Grund dafür ist, dass die Margarethenbrücke für das Gleis 18 eine niedrigere Durchfahrtshöhe hat. Deshalb sind die Perronhälften unterschiedlich hoch. Die Reisenden gelangen via Treppen und Rampen von einer Perronhälfte zur anderen.
Die umfangreichen Anpassungen der Gleisanlage.
Die Leistungssteigerung hatte weitere umfangreiche Anpassungen der Gleisanlage zur Folge. Die bestehenden Gleise 19 bis 12 wurden komplett neu gebaut und die Weichenverbindungen ergänzt und angepasst. Das frühere Stumpengleis 14, das kurz vor der Margarethenbrücke endete, wurde dank einer neuen Weichenverbindung zum Gleis 12 neu Richtung Westen durchgebunden. Das frühere Durchfahrtsgleis 13 wurde dagegen neu zu einem Abstellgleis umfunktioniert, mit einem Prellbock kurz vor der Margarethenbrücke. Das erhöht die Abstellkapazitäten und hilft dank der kurzen Wege mit, dass die Züge für die Reisenden rechtzeitig im Bahnhof Basel SBB bereitstehen.
Diese Anpassungen an den Gleisen hatten auch Anpassungen am Perron Gleis 14/15 sowie am südlichen Zugang zur Postpasserelle zur Folge. Letztere befindet sich beim Postreitergebäude in der östlichen Zufahrt und musste auf der Gundeldingerseite verlängert werden. Im Bereich des südlichen Zugangs zur Postpasserelle musste zudem die Stützmauer auf einer Länge von 10 Metern um rund einen Meter verschoben werden. Ziel der neuen Weichenverbindungen war, dass sich die Züge in kürzeren Abständen folgen können. Zudem lassen sich die Güterzüge so nun flexibler über verschiedene Gleise durchleiten. Das alles erhöht die Fahrplanstabilität.
Kürzere Zugfolgezeiten auf den Zulaufstrecken.
Auch auf den Strecken Basel St. Johann–Basel SBB und Basel–Münchenstein verkürzte die SBB die Zugfolgezeiten. Das schafft mehr Kapazität. Dazu stelltedie SBB einerseits zusätzliche Signale und optimierte die Standorte der gesamten Signalanlage. Andererseits optimierte sie die Stellwerktechnik. Dazu baute sie unter anderem im Bahnhof Basel St. Johann ein Bahntechnikgebäude mit neuem Stellwerk. Dieses und die weiteren Stellwerke mussten die Fachdienste mit den Signalen und den Weichen sowie der übrigen Bahntechnik umfangreich verkabeln.
Im Bahnhof St. Johann befand sich zudem ein Installationsplatz des Gesamtprojekts. Er diente unter anderem dem Materialumschlag. Bauzüge wurden be- und entladen – wenn immer möglich tagsüber, manchmal aber auch nachts.
Weitere Informationen zu den anderen Projekten, welche den S-Bahn-Viertelstundentakt Basel–Liestal und den Fernverkehrs-Halbstundentakt Basel–Delémont–Biel/Bienne ermöglichen, finden Sie auf der Webseite sbb.ch/angebotssprung2025Das Projekt provisorische Passerelle entlastet als Überbrückungsmassnahme die bestehende Passerelle. Sie bleibt so lange in Betrieb, bis die Unterführung des später geplanten Tiefbahnhofs sie ablöst, was voraussichtlich nach 2045 der Fall sein wird. Ziel war, dass die Reisenden bis dann trotz zusätzlicher und gleichzeitiger Zugshalte weiterhin sicher und pünktlich auf das gewünschte Perron oder zum gewünschten Ausgang gelangen.
Die Passerelle liegt im Bereich zwischen der bestehenden Passerelle und der Margarethenbrücke und erschliesst die Perrons, vom heutigen Perron Gleis 5/6 bis zum neuen Perron Gleis 19/20. Dieses Perron wurde im Rahmen des Projekts Leistungssteigerung Bahnhof Basel SBB gebaut. Die überdachte, rund 147 Meter lange und 10 Meter breite Passerelle ist via Treppen und Lifte zugänglich. Sie entspricht damit den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG).
Die Hauptaufgänge und -abgänge der Passerelle befinden sich im Süden bei der Meret Oppenheim-Strasse und im Norden beim Elsässerbahnhof auf Perron Gleis 30/31. Für diesen baute die SBB die zuvor durchgehenden Gleise 4 und 5 am östlichen Ende des Elsässerbahnhofs zu Kopfgleisen mit Prellböcken um. Die so frei werdende Gleisfläche wurde für einen provisorischen Perronausbau genutzt, um mehr Platz für den nördlichen Abgang der Passerelle zu haben. Vom Nordabgang der Passerelle gelangen die Reisenden via Westflügel und Schalterhalle Richtung Innenstadt und zum städtischen Nahverkehr.
Auf zwei Perrons mussten zudem Teile der Perrondächer angepasst werden, um die provisorische Passerelle zu erstellen: einerseits auf dem Perron Gleis 14/15 und auf dem heutigen Perron Gleis 16/17. Dieses wurde im Zuge des Projekts Leistungssteigerung angepasst und wird danach neu Perron Gleis 16/18 sein.
Eine Referenz bei der Planung war die provisorische Passerelle am Bahnhof Winterthur. Diese war dort von Juni 2018 bis Dezember 2021 in Betrieb.
- Weitere Informationen zur provisorischen Passerelle in Winterthur: Medienblogbeitrag vom 7.3.2018 zum Baustart der provisorischen Passerelle in Winterthur.Link öffnet in neuem Fenster.
- Weitere Informationen zu den Überbrückungsmassnahmen finden Sie auf dieser Webseite unter «Massnahmen zur Überbrückung.»
Im Zuge des Projektpakets Leistungssteigerung Basel SBB und provisorische Passerelle erneuerte die SBB zudem etappenweise die Beleuchtung und die Lautsprecheranlagen an den Perrondächern im Bahnhof Basel SBB. In den historischen Perronhallen östlich der Passerelle sind keine Arbeiten nötig. Dort wurden die Beleuchtung und die Lautsprecher bereits im Rahmen des Projekts Instandsetzung Perronhallen erneuert.
Der Bau der provisorischen Passerelle im Bahnhof Basel SBB im Zeitraffer.
Das Video zeigt die Arbeiten für die provisorische Passerelle im Bahnhof Basel SBB im Zeitraffer – von Anfang 2023 bis Herbst 2025. Die 147 Meter lange und rund 12,50 Meter breite Passerelle wurde von Juni 2024 bis März 2025 in sechs nächtlichen Etappen in Richtung Elsässerbahnhof eingeschoben. Die einzelnen Teile der Passerelle wurden dazu jeweils abschnittsweise angeliefert und auf der Montageplattform an der gegenüberliegenden Meret Oppenheim-Strasse zusammengebaut.
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Ausbau Bahnhof Basel SBB im Zeitraffer.
Das Video zeigt die Arbeiten für das Projektpaket im Zeitraffer – von Januar 2023 bis Oktober 2024. Man sieht den Bau des neuen Perrons auf der Bahnhofsüdseite sowie die Erstellung der provisorischen Passerelle. Letztere wird gegen Ende des Videos schrittweise von der Südseite (links im Bild) in Richtung Elsässerbahnhof (rechts im Bild) eingeschoben.
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Video mit virtuellem Projektrundgang.
Das Video hier präsentiert einen virtuellen Rundgang über die damals erst geplanten Bauwerke des Projektpakets. Der Rundgang beginnt auf der bestehenden Passerelle, führt über das neue Perron Gleis 19/20 sowie die provisorische Passerelle und endet beim Elsässer Bahnhof.
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